Die Blutstammzellspende
Eine ganz besondere Form der Spende ist die Blutstammzellspende. In der Schweiz erleiden jährlich weit über hundert Kinder und junge Erwachsene schwere Erkrankungen des Knochenmarks. Bis vor einigen Jahren bedeuteten die Krankheiten in der Regel den Tod.
Die Transplantation von Blutstammzellen (sogenannte adulte Stammzellen und nicht die politisch umstrittenen embryonalen Stammzellen) hat sich als viel versprechende Form der Behandlung durchgesetzt.
Spenden von Blutstammzellen
Zum Spenden von Blutstammzellen gibt es heute zwei Möglichkeiten:
Spenden von peripheren Blutstammzellen
Vorab werden durch das Verabreichen von Wachstumshormonen die Stammzellen im Blut vermehrt.
Das Entnehmen von Blutstammzellen findet in einem der drei Entnahmezentren Basel, Genf oder Zürich statt und wird von speziell ausgebildetem Personal durchgeführt. Über einen Venenkatheter wird Blut entnommen und zum Zellseparator geführt. Dort werden die angereicherten Stammzellen aus dem Blut abgetrennt und gesammelt. Das übrige Blut fliesst über den anderen Venenkatheter via Blutbahn zum Körper zurück. Der Vorgang kann fünf oder mehr Stunden dauern.
Spenden von Knochenmark
Das Entnehmen von Knochenmark findet in einem der drei Entnahmezentren Basel, Genf oder Zürich statt und wird von Spezialärzten durchgeführt. Das flüssige Knochenmark wird mit einer Spritze in mehrfachen Punktionen aus dem Beckenkamm entnommen. Die Knochenmarkentnahme geschieht unter Narkose.
Der Spitalaufenthalt dauert ein bis zwei Tage. Neben den Nachwirkungen der Narkose und den Schmerzen bei den Punktionsstellen sind nach der Entnahme keine weiteren gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erwarten.
Das Knochenmark regeneriert sich innerhalb kurzer Zeit.
Weitere Informationen zur Blutstammzellspende
Weitere Informationen sowie ein online Registrierungsformular für die Blutstammzellspende finden Sie unter www.blutstammzellen.ch.


