BLUTSPENDE­TERMINE

Glossar Blutspende

Das wichtigste Blutgruppensystem.

„Verklumpen“ der roten Blutkörperchen bei einem Labortest.

Plasmaprotein, das Nährstoffe transportiert und den Wasserverlust verhindert.

Stoff, der von unserem Abwehrsystem als fremd erkannt werden kann und dann zur Bildung eines spezifischen Antikörpers führt.

Proteine (Eiweisskörper, „Immunglobuline“, Teil unseres Immunsystems), die als Reaktion auf ein Antigen gebildet werden.

Bei der Apherese (Synonym: Hämapherese) handelt es sich um eine Methode zur ausserhalb des Körpers stattfindenden Entfernung von Blutbestandteilen, wie z.B. Zellen aus dem Blut oder Blutplasma. Dabei wird der Spender mithilfe einer Nadel in der Armvene an eine Apheresemaschine angeschlossen. Das Blut wird aus einem Arm entnommen, über ein steriles Schlauchsystem in die Apheresemaschine geleitet, in der die Zellseparation geschieht. Alle nicht benötigten Blutbestandteile werden dem Spender wieder zurückgegeben.

 

Arterie ist ein Blutgefäss, welches vom Herzen wegführt. Im Körperkreislauf transportiert es sauerstoffreiches Blut. Die Ausnahme ist beim Lungenkreislauf. Da führen Arterien sauerstoffarmes Blut. 

 

Niedriger Hämoglobinspiegel (Abnahme der Anzahl roter Blutkörperchen). Auch: Blutarmut.

Eigenblutspende.

Erblich bedingte Krankheit, deren Ursache ein Mangel an bestimmten Gerinnungsfaktoren ist. Das Blut der Betroffenen gerinnt sehr langsam bis gar nicht. Auch Hämophilie genannt.

 

Flüssigkeit des Blutes, enthält im Gegensatz zum Blutserum noch alle Gerinnungsfaktoren.

Blutserum entsteht, wenn im Blutplasma die Gerinnung abgelaufen ist (= die Gerinnungsfaktoren weitgehend verbraucht sind).

 

Antigene auf der Oberfläche der roten Blutkörperchen.

 

Es gibt drei Hauptarten von Blutzellen:

  • Rote Blutkörperchen (Erythrozyten) - zuständig für den Sauerstofftransport
  • Weisse Blutkörperchen (Leukozyten) - entscheidend für die Infektionsabwehr
  • Blutplättchen (Thrombozyten) - Blutungsstillung, Blutgerinnung

 

Zeitraum zwischen dem Eindringen eines Krankheitserregers in den Körper und dem Zeitpunkt, in dem der Erreger (oder die entsprechenden Antikörper) mithilfe einer geeigneten Technik nachgewiesen werden kann.

 

Eine lokale oder systemische Reaktion des Körpers auf z.B. einen Krankheitserreger/eine Infektion oder einen Reiz. Bei einer lokalen Entzündung sammeln sich viele weisse Blutkörperchen an derselben Stelle an, diese rötet sich, schmerzt und schwillt an.

 

Rote Blutkörperchen: kernlose Blutzellen, die für den Gastransport zuständig sind. Sie enthalten das Hämoglobin, den Blutfarbstoff, der den Sauerstofftransport im Körper und die Ausscheidung des CO2 sicherstellt.

 

Bei der Blutgerinnung aus dem Fibrinogen entstehender Stoff, der sich zu langen Fasern verbindet und ein Netz auf die Wunde legt. Bildet mit Thrombozyten, Leukozyten und Erythrozyten die Blut-Kruste.

 

Weisse Blutkörperchen, die beim wiederholten Eindringen desselben Krankheitserregers diesen wiedererkennen und
deshalb sofort Antikörper produzieren können.

 

Eiweissstoffe, die für die Blutgerinnung und damit für die Stillung einer Blutung verantwortlich sind.

 

Untergruppe der Leukozyten; werden bei Infektionen und Entzündungen aktiv.

 

Weisse Blutkörperchen, welche die spezifische Abwehr organisieren.

Entnahmetechnik mithilfe eines speziellen Gerätes, das die Bestandteile des Blutes trennt und eine Auswahl der Bestandteile ermöglicht, die ein Patient benötigt. Die übrigen Bestandteile werden dem Kreislauf des Spenders sofort wieder zugeführt. Es gibt verschiedene Arten der Spende mittels Hämapherese: Plasmapherese, Thrombozytapherese und kombinierte Apheresen (z.B. Plasma und Blutplättchen).

 

Dieser Farbstoff ist der Hauptinhaltsstoff der roten Blutkörperchen und besitzt die Eigenschaft, sich mit Sauerstoff (O2) und Kohlendioxid (CO2) verbinden zu können. Es ermöglicht den roten Blutkörperchen, den Sauerstoff von der Lunge in sämtliche Körperzellen zu transportieren, wo sie im Austausch Kohlendioxid aufnehmen und zur Lunge zurückbringen. Der mittlere Hämoglobinwert ist beim Mann höher als bei der Frau, weshalb die Minimalwerte, um Blut spenden zu dürfen, unterschiedlich sind: 135g/l bei Männern und 125g/l bei Frauen.

 

Überwachungssystem, welches die gesamte Transfusionskette umfasst und unerwartete oder unerwünschte Ereignisse vor, während und nach der Verabreichung von labilen Blutprodukten erfasst und analysiert, mit dem Ziel, deren Auftreten oder Wiederholung zu vermeiden.

Leberentzündung (Gelbsucht)

 

Das humane Immundefizienz-Virus (HIV) kann durch Blut (sehr selten), Drogeninjektion, sexuelle Kontakte sowie von der Mutter auf den Fötus übertragen werden. Die Zeit von der Ansteckung mit HIV bis zum Auftreten von Symptomen und dem Ausbruch der Krankheit (AIDS) kann unterschiedlich lange dauern. Die Krankheit kann behandelt, aber nicht geheilt werden. Die therapeutischen Fortschritte der letzten Zeit haben zu einer erheblichen Verlängerung (oftmals sogar Normalisierung) der Lebenserwartung der HIV-Infizierten geführt. Seit 1985 wird systematisch jede Blutspende getestet.

 

Im Blutplasma vorhandene Antikörper.

 

Feinste Blutgefässe.

Untergruppe der weissen Blutkörperchen, die  von Krankheitserregern befallene Zellen oder Krebszellen töten.

 

Im Plasma vorkommende Fetteiweisse, die für den Transport von Fetten und Cholesterin zuständig sind.

 

Auch weisse Blutkörperchen genannt. Blutzellen, die vor allem für die Abwehr zuständig sind. Es sind nämlich drei Untergruppen zu unterscheiden:

  • Die Granulozyten werden aktiv, wenn eine Infektion oder Entzündung auftritt.

  • Die Monozyten (oder Makrophagen) sind Riesenfresszellen, die herumliegende Krankheitserreger und tote Zellen auffressen und diese in ihrem Innern verdauen.

  • Die Lymphozyten sind das Zentrum des Immunsystems und erfüllen zwei wesentliche Aufgaben: Sie bilden gegen den Feind gerichtete Antikörper und haben zudem ein Gedächtnis, das ihnen erlaubt, sich an die Erreger früherer Infektionen zu erinnern.

Entfernung von weissen Zellen. Kann durch Filtration oder Apherese des Blutes erreicht werden. 

 

Aufnahme fester Partikel in das Zellinnere.

 

Ein Antigen-System auf den roten Blutkörperchen. Muss bei Bluttransfusionen beachtet werden. Es ist das  zweitwichtigste Blutgruppensystem.

 

Seit der Antike bekannte, sexuell übertragbare Erkrankung, deren Erreger (Treponema pallidum) man schon wenige
Stunden nach der Infektion im Blut findet. Der Syphilis-Erreger kann in seltenen Fällen auch durch Transfusion übertragen werden und wird deshalb bei jeder Blutspende getestet. Nach mehr als 72 Stunden Lagerung der Blutspende bei einer Temperatur von 4°C ist er jedoch zerstört. Eine Antibiotikabehandlung ist sehr wirksam.

 

Verstopfung eines Blutgefässes durch ein Blutgerinnsel.

Übertragung von Blut. (Anmerkung: Übertragung von Flüssigkeiten = Infusion).

Sehr kleine, kernlose Blutkörperchen, die aus speziellen Knochenmarkszellen (Megakaryozyten) entstehen. Sie werden auch Blutplättchen genannt und setzen sich an der Wand verletzter Blutgefässe fest, um einen Blutverlust zu verhindern. Mit ihrer Hilfe kann das Blut gerinnen und eine Kruste bilden.

 

Die Vene ist ein Blutgefäss, welches zum Herzen führt. Im Körperkreislauf transportiert es sauerstoffarmes Blut. Die Ausnahme ist beim Lungenkreislauf. Die Lungenvenen führen sauerstoffreiches Blut.

 

Neue Variante Creutzfeld-Jakob Erkrankung. Diese Krankheit ist extrem selten, ihre Übertragung über Blut bzw. Blutprodukte kann aber nach heutigem Wissensstand nicht definitiv ausgeschlossen werden.

In Grossbritannien wurden seit 1995 über 160 Fälle der neuen Variante der Creutzfeld-Jakob Erkrankung (vCJD) beobachtet, zusätzlich 15 Fälle in Frankreich und 1-2 Fälle in anderen Ländern. Aufgrund biochemischer und tierexperimenteller Untersuchungen ist anzunehmen, dass es sich dabei um eine Übertragung des BSE-Erregers vom Rind auf den Menschen handelt, die vermutlich durch den Konsum von verseuchtem Fleisch zustande kommt.

In der Schweiz gibt es bisher weder einen Fall einer Erkrankung an vCJD noch ist ein Fall einer Übertragung durch Blutprodukte bekannt.

 

Körperzelle, in die Krankheitserreger zur Vermehrung eingedrungen sind.

 

Die durch das West-Nil-Virus hervorgerufene Erkrankung erhielt ihren Namen 1937, als der Erreger erstmals im West-Nil-Distrikt von Uganda identifiziert wurde. Der Erreger dieser Infektionskrankheit gehört zur Familie der Flaviviren und wird durch Stechmücken (Culex) und eventuell auch durch Zecken übertragen. Die Übertragung des Erregers ist nicht durch direkten Kontakt zwischen Menschen möglich; nachgewiesen wurden aber Übertragungen durch Blut. Bis heute sind gegen das West-Nil-Virus noch keine Impfungen oder spezifische Medikamente vorhanden.

 

Energiegewinnung in der Zelle durch die Verbrennung von Traubenzucker mit Sauerstoff.

 

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SPENDE BLUT – RETTE LEBEN