FAQ
Warum gibt es kein Geld für das Blutspenden?
Nicht weil die Blutspende SRK Schweiz Kosten sparen möchte, sondern aus ethischen Überlegungen und aus Sicherheitsgründen: Blut darf nicht zur Handelsware werden. Wenn durch das Blutspenden finanzielle Vorteile erzielt werden könnten, bestünde die Gefahr, dass einzelne Personen aus einer finanziellen Notlage heraus spendeten. Zahlreiche Studien haben zudem belegt, dass die Unentgeltlichkeit und damit der Verzicht der Spender auf materielle Anreize ein wesentlicher Sicherheitsfaktor ist.
Unterstützt von verschiedenen internationalen Institutionen, wie etwa der Weltgesundheitsorganisation (WHO), arbeitet die Blutspende SRK Schweiz des Roten Kreuzes weltweit auf der Grundlage strenger ethischer Normen, zu denen auch das Prinzip der Unentgeltlichkeit gehört. Ausserdem müssen jedem Patienten - ungeachtet seiner finanziellen Situation - Blutprodukte verabreicht werden können.
Wird Blut auch ins Ausland geliefert?
Bei Bedarf können überschüssige Blutbestandteile aus der Reserve, die von den Spitälern nicht benötigt werden, auch Patienten im Ausland helfen. Entsprechend ihrer Richtlinien und den internationalen Rotkreuz-Grundsätzen stellt die Blutspende SRK Schweiz Konzentrate roter Blutkörperchen aus der eigenen Notfallreserve im Rahmen eines Hilfsprogrammes Griechenland zur Verfügung.
Warum Griechenland?
In Griechenland ist ein relativ hoher Prozentsatz der Bevölkerung von der Blutkrankheit Thalassämie betroffen, viele davon sind Kinder. Bei dieser Krankheit kann der Körper nur noch beschränkt eigene funktionsfähige Erythrozyten (rote Blutkörperchen) produzieren. Diese Patienten benötigen regelmässig Erythrozytenkonzentrate (EK), weshalb Griechenland einen konstanten Mangel daran aufweist.
Miteinscheidend für Griechenland als Empfängerland ist auch folgender Umstand: Thalassämie-Patienten brauchen ihr Leben lang EK; ob sie diese heute oder mit etwas Verspätung erhalten, spielt eine untergeordnete Rolle. Wenn eine Lieferung nach Griechenland also verschoben werden muss, hat dies für die dortigen Empfänger keine wesentlichen nachteiligen Konsequenzen.
Die Lieferungen der EK nach Griechenland erfolgen zu kostendeckenden Preisen. Aus logistischen/organisatorischen Gründen wird dieses Hilfsprogramm – im Auftrag der Blutspende SRK Schweiz AG – ausschliesslich über die regionale Blutspende SRK Schweiz Bern abgewickelt.
Stimmt es, dass Blut an die Plasmaindustrie verkauft wird?
Das bezieht sich nur auf denjenigen Teil des Blutplasmas, der aufgrund von Kapazitätsmängeln nicht selbst weiterverarbeitet werden kann. Das gespendete Blut enthält je etwa zur Hälfte Zellbestandteile und Plasma. In diese beiden Hauptbestandteile wird das Blut aufgeteilt. Zellkonserven und gefrorenes Frischplasma werden dann an die Spitäler geliefert. Aus dem übrigen Plasma werden in komplizierten Verfahren Spezialpräparate hergestellt. Lediglich ein Teil des Plasmas sowie Zwischenprodukte, die aufgrund fehlender technischer Möglichkeiten oder Kapazitäten nicht bei der Blutspende SRK Schweiz weiterverarbeitet werden können, werden an pharmazeutische Unternehmen abgegeben.
Wo erhalte ich mehr Informationen?
Spenderinnen und Spender erkundigen sich am besten direkt bei ihrer regionalen Blutspende SRK Schweiz. Die Adresse des zuständigen regionalen Blutspendedienstes SRK Schweiz befindet sich auch auf dem Spenderausweis.
Für allgemeine Fragen und Anregungen können Sie auch unser Kontaktformular verwenden.
Ihre Meinung zu diesem Thema können Sie im Gästebuch eintragen. Bitte beachten Sie aber, dass wir im Gästebuch aus Datenschutzgründen keine konkreten, auf einzelne Personen bezogenen Antworten geben dürfen.
Für allgemeine, weitere Informationen rund um vCJD empfehlen wir Ihnen die Websites des Bundesamtes für Gesundheit, des Bundesamtes für Veterinärwesen und des Schweizerischen Heilmittelinstituts Swissmedic.
Wo und wann kann ich Blutspenden?
Ganz in Ihrer Nähe und auch zu einem Zeitpunkt, der Ihnen passt! Der Blutspende SRK Schweiz sind ca. 60 Blutspendezentren in der gesamten Schweiz angeschlossen. Zusätzlich führen Mobile Equipen in Zusammenarbeit mit den Samaritervereinen regelmässig Blutspendeaktionen in zahlreichen Ortschaften durch.
Macht der Blutspendedienst grosse Gewinne?
Die Blutspende SRK Schweiz arbeitet gemeinnützig und nach dem Prinzip der Kostendeckung. Das heisst, dass die effektiven Kosten, die pro Blutkonserve tatsächlich anfallen, den Spitälern verrechnet werden müssen. Nicht mehr und nicht weniger. Diese Kosten setzen sich übrigens zusammen aus: Blutentnahme, Aufbereitung, Laboruntersuchung, Transport, Forschung und Entwicklung, Personal und Material. Einen Gewinn darf die Blutspende SRK Schweiz als gemeinnützige Einrichtung somit nicht erzielen.
Welche ethischen Regeln gelten beim Blutspendedienst?
Die Anonymität des Spenders:
Nur das Blutspendezentrum kennt die Identität des Spenders und die Befunde der medizinischen Abklärungen. Der Spender kennt den Kranken nicht, der sein Blut erhalten wird - und niemals wird dem Empfänger bekanntgegeben, wessen Blut er erhält.
Die Unentgeltlichkeit:
Das Blutspenden erfolgt unentgeltlich. Dies ist übrigens kein Zweckargument der Blutspende SRK Schweiz, um Geld zu sparen. Er ist vielmehr ein Grundsatz, der aus den bereits genannten Gründen von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Internationalen Gesellschaft für Bluttransfusion und dem Europarat getragen und nachhaltig unterstützt wird.
Die Freiwilligkeit:
Das Blutspenden erfolgt freiwillig, ohne dass irgendein Druck auf den Spender ausgeübt würde.
Struktur des Blutspende SRK Schweizes
Stimmt es, dass Blut an die Plasmaindustrie verkauft wird?
Das bezieht sich nur auf denjenigen Teil des Blutplasmas, der aufgrund von Kapazitätsmängeln nicht selbst weiterverarbeitet werden kann. Das gespendete Blut enthält je etwa zur Hälfte Zellbestandteile und Plasma. In diese beiden Hauptbestandteile wird das Blut aufgeteilt. Zellkonserven und gefrorenes Frischplasma werden dann an die Spitäler geliefert. Aus dem übrigen Plasma werden in komplizierten Verfahren Spezialpräparate hergestellt. Lediglich ein Teil des Plasmas sowie Zwischenprodukte, die aufgrund fehlender technischer Möglichkeiten oder Kapazitäten nicht bei der Blutspende SRK Schweiz weiterverarbeitet werden können, werden an pharmazeutische Unternehmen abgegeben.
Wo und wann kann ich Blutspenden?
Ganz in Ihrer Nähe und auch zu dem Zeitpunkt, der Ihnen passt! Der Blutspende SRK Schweiz sind ca. 60 Blutspendezentren in der ganzen Schweiz angeschlossen. Zusätzlich führen Mobile Equipen in Zusammenarbeit mit den Samaritervereinen regelmässig Blutspendeaktionen in zahlreichen Ortschaften durch.
Will diese Aktiengesellschaft Geld verdienen?
Keineswegs. Sämtliche Organisationen des Schweizer Blutspendewesens – die regionale Blutspende SRK Schweiz und die nationale Blutspende SRK Schweiz – sind gemeinnützige Organisationen, zumeist Stiftungen. Das bedeutet, dass sie schon alleine von Gesetzes wegen keinen Gewinn ausschütten dürfen. Daran ändert sich auch mit der Rechtsform der gemeinnützigen Aktiengesellschaft nichts. Die Blutspende SRK Schweiz gibt ihre Blutprodukte zu kostendeckenden Preisen an die Spitäler ab. Die Preise dieser Blutprodukte werden übrigens nicht etwa von uns, sondern von den Bundesbehörden festgelegt.
Warum wurde der Blutspendedienst zur Aktiengesellschaft?
Er wurde zu einer gemeinnützigen Aktiengesellschaft, da damit auch eine wichtige Präzisierung verbunden ist. Denn mit einer gemeinnützigen Aktiengesellschaft sind Aufgaben wie die Kontrolle, das Erteilen von Leistungsaufträgen und die Kontrolle der Finanzen viel besser zu bewerkstelligen als in der früheren Form eines Vereins.
Weshalb eine "nationale Steuerung der Blutbeschaffung"?
Bei der Blutbeschaffung wird nun gesamtschweizerisch geplant, welche Blutgruppe und wie viel Blut in welcher Region erforderlich ist. Wenn eine Region von einem Blutprodukt dann zu wenig oder zu viel hat, wird der Austausch mit einer anderen Region dadurch viel einfacher.
Blutspenden allgemein
Wer erhält mein Blut?
Das meiste Blut wird zahlenmässig für die Behandlung von Chirurgie-Patienten gebraucht. Es folgen Magen- und Darmkrankheiten und insbesondere Krebspatienten.
Der hohe Bedarf an Blut ist in erster Linie eine Folge des medizinischen Fortschritts. So sind viele Operationen, Organübertragungen sowie die Behandlung von bösartigen Tumoren erst dank der modernen Transfusionsmedizin möglich geworden.
Warum gibt es kein Geld für das Blutspenden?
Nicht weil die Blutspende SRK Schweiz Kosten sparen möchte, sondern aus ethischen Überlegungen und aus Sicherheitsgründen: Blut darf nicht zur Handelsware werden. Wenn durch das Blutspenden finanzielle Vorteile erzielt werden könnten, bestünde die Gefahr, dass einzelne Personen aus einer finanziellen Notlage heraus spendeten. Zahlreiche Studien haben zudem belegt, dass die Unentgeltlichkeit und damit der Verzicht der Spender auf materielle Anreize ein wesentlicher Sicherheitsfaktor ist.
Unterstützt von verschiedenen internationalen Institutionen, wie etwa der Weltgesundheitsorganisation (WHO), arbeitet die Blutspende SRK Schweiz weltweit auf der Grundlage strenger ethischer Normen, zu denen auch das Prinzip der Unentgeltlichkeit gehört. Ausserdem müssen jedem Patienten - ungeachtet seiner finanziellen Situation - Blutprodukte verabreicht werden können.
Wird Blut auch ins Ausland geliefert?
Bei Bedarf können überschüssige Blutbestandteile aus der Reserve, die von den Spitälern nicht benötigt werden, auch Patienten im Ausland helfen. Entsprechend seiner Richtlinien und den internationalen Rotkreuz-Grundsätzen stellt die Blutspende SRK Schweiz Konzentrate roter Blutkörperchen aus der eigenen Notfallreserve im Rahmen eines Hilfsprogrammes Griechenland zur Verfügung.
Warum wird das Blut denn so aufwendig weiterverarbeitet?
Heutzutage wird nur noch in Ausnahmefällen Vollblut übertragen. Jeder Patient erhält nur diejenigen Blutbestandteile, die er aufgrund seines Zustandes bzw. seiner Erkrankung dringend benötigt. Mit den Präparaten aus einer einzigen Spende kann auf diese Art mehreren Menschen geholfen werden.
Werden Bestandteile aus den Blutspenden zu Medikamenten verarbeitet?
Die Bestandteile des Blutes sind: Die roten und die weissen Blutkörperchen, die Blutplättchen sowie das Blutplasma. Wenn man von einem Mangel bei Blutkonserven spricht, dann sind damit fast immer die Erythrozytenkonzentrate, also die roten Blutkörperchen, gemeint. Sie werden weitaus am häufigsten benötigt, viel mehr als beispielsweise das Blutplasma. Dieses Blutplasma hat noch eine Besonderheit: Es lässt sich nämlich in weitere (Eiweiss-) Bestandteile aufteilen. Diese einzelnen Bestandteile können in hochkonzentrierter Form als Medikamente für besondere Erkrankungen (z.B. Albumin, Immunglobulin, Gerinnungsfaktor) oder auch zur Herstellung von Impfstoffen benutzt werden. Da nicht das gesamte gespendete Plasma in seiner natürlichen Form direkt benötigt wird, geht ein Teil davon an die pharmazeutische Industrie, die daraus die oben beschriebenen Konzentrate herstellt, mit denen Patienten behandelt werden.
Wo erhalte ich mehr Informationen?
Spenderinnen und Spender erkundigen sich am besten direkt bei ihrer regionalen Blutspende SRK Schweiz. Die Adresse der zuständigen regionalen Blutspende SRK Schweiz befindet sich auch auf dem Spenderausweis.
Für allgemeine Fragen und Anregungen können Sie zudem unser Kontaktformular verwenden.
Ihre Meinung zu diesem Thema können Sie im Gästebuch eintragen. Bitte beachten Sie aber, dass wir im Gästebuch aus Datenschutzgründen keine konkreten, auf einzelne Personen bezogenen Antworten geben dürfen.
Für allgemeine, weitere Informationen rund um <dfn title="Creutzfeld-Jakob Erkrankung">vCJD</dfn> empfehlen wir Ihnen die Websites des Bundesamtes für Gesundheit, des Bundesamtes für Veterinärwesen und des Schweizerischen Heilmittelinstituts Swissmedic.
Kann man sich beim Blutspenden mit gefährlichen Krankheiten anstecken?
Nein. Bei allen Blutspenden werden sterile Einwegnadeln verwendet. Wer Blut spendet, geht damit also absolut kein Risiko ein, sich mit einer gefährlichen Krankheit anzustecken.
Sollte man nun nicht besser ganz auf Bluttransfusionen verzichten?
Das Risiko, sich durch Bluttransfusionen mit gefährlichen Krankheiten anzustecken, ist äusserst gering. Auch die jetzige, vorsorgliche Massnahme ändert nichts an dieser Beurteilung.
Bluttransfusionen werden nur verabreicht, wenn der behandelnde Arzt sie als unbedingt erforderlich für die Gesundheit des Patienten erachtet. In solchen Fällen auf eine Bluttransfusion zu verzichten, wäre deshalb viel riskanter.
Wer kann wem Blut spenden?
Aufgrund der verschiedenen Blutgruppen kann Spenderblut nicht jedem Empfänger übertragen werden. Natürlich kann jedes Blut einer bestimmten Gruppe einem Empfänger derselben Blutgruppe gespendet werden. Wer darüber hinaus wem spenden kann, ist recht kompliziert - wie die folgende Tabelle zeigt:
Empfänger | A | B | AB | 0 |
Spender 0 | JA | JA | JA | JA |
AB | NEIN | NEIN | JA | NEIN |
B | NEIN | JA | JA | NEIN |
A | JA | NEIN | JA | NEIN |
Noch etwas kompliziertes wird es, wenn man den Rhesus-Faktor mitberücksichtigt: So akzeptiert Rh-negatives Empfängerblut nur ebenfalls Rh-negatives Spenderblut. Dagegen akzeptiert Rh-positives beides.
Sind die seltenen Blutgruppen wertvoller?
Die Verteilung der Blutgruppen stellt sich in etwa wie folgt dar:
Blutgruppe Häufigkeit
A 47%
B 8%
AB 4%
0 41%
Der Bedarf an Blutkonzentraten ist in etwa identisch. In einigen seltenen Fällen (z.B. beim Blutaustausch beim Neugeborenen) werden jedoch bestimmte Blutgruppen benötigt. Deshalb ist es wichtig, dass Spender mit seltenen Blutgruppen bereit sind, Blut zu spenden.
Warum kann man erst mit 18 Jahren Blut spenden?
Die Volljährigkeit ist unerlässlich, da es sich beim Blutspenden aus juristischer Sicht um einen medizinischen Eingriff handelt.
Warum soll gerade ich Blut spenden?
1'300 Blutspenden reichen in der Schweiz gerade für einen Tag. Und in gewissen Zeiten, zum Beispiel in den Ferienmonaten, sinkt die Zahl der Spender drastisch. Da kann es trotz eingeplanter Sicherheitsreserven zu heiklen Engpässen in der Blutversorgung kommen. Um dies zu vermeiden, sollten möglichst viele Leute regelmässig Blut spenden.
Siehe auch: Warum sollte man spenden
Können sich durch das Blutspenden die Venen verhärten?
Nein. Bei jährlich drei- bis viermaligem Spenden von Blut besteht überhaupt keine Gefahr einer Venenverhärtung.
Wie lange braucht der Körper, um das entnommene Blut zu ersetzen?
Die gespendete Blutmenge ist im Verhältnis zur Gesamtblutmenge des Körpers so gering, dass der Verlust vom Organismus schnell wieder ausgeglichen wird. Die für die Abwehr von Krankheitskeimen besonders wichtigen weissen Blutkörperchen und die Blutflüssigkeit, das sogenannte Plasma, werden schon innerhalb nur eines Tages ersetzt, bei den roten Blutkörperchen dauert es etwa 3 Wochen.
Hat die Blutspende Einfluss auf den Blutdruck?
Der Blutdruck respektive Arteriendruck sinkt leicht nach einer Blutentnahme, aber er erholt sich sehr schnell wieder. Das Blutspenden ist deshalb keine Behandlungsmöglichkeit gegen zu hohen Blutdruck.
Dürfen Spitzensportler auch Blut spenden?
Nach der Blutspende sollte während ein bzw. zwei Tagen generell keinen Spitzensport (ebenfalls Tauchen) betrieben werden. Bei anderen sportlichen Aktivitäten sind Dauer und Intensität dem möglicherweise etwas reduziertem Leistungsvermögen anzupassen. Für alle gilt: Gönnen Sie Ihrem Körper vor und nach der Blutspende etwas Ruhe.
Darf man nach dem Blutspenden Auto fahren?
Ja, ohne Weiteres; natürlich nur unter der Bedingung, dass man sich auch wirklich wohlfühlt. Es reicht, sich nach dem Blutspenden ein paar Minuten auszuruhen, bevor man sich wieder hinter das Steuer setzt.
Wie lange dauert eine Blutspende?
Die Spende selbst dauert nur etwa 10 Minuten. Wenn man die Vorbereitungen und die Ruhephase danach miteinbezieht, sollte man für die Blutspende insgesamt ca. 45 Minuten einplanen.
Tut das Blutspenden weh?
Nein, überhaupt nicht. Blutspenden ist ganz anders, als viele Menschen sich das vorstellen. Das Schmerzhafteste beim Blutspenden ist - wenn überhaupt - der kleine Stich in den Finger. Der dabei entnommene Blutstropfen dient dazu, das Hämoglobin zu bestimmen. Der gemessene Wert ist ein wichtiges Kriterium, um abzuklären, ob jemand die Voraussetzungen zum Blutspenden erfüllt. Den anschliessenden Stich in die Vene zur Blutentnahme merkt man kaum. Und die Blutspende selbst ist völlig schmerzlos!
Kann Blutspenden nicht der Gesundheit schaden?
Nein. Die gespendete Blutmenge ist im Verhältnis zur Gesamtblutmenge des Körpers so gering, dass der Verlust vom Organismus schnell wieder ausgeglichen wird.
Durch die Entnahme von 450 ml Blut bei der Spende kommt es zu einer kurzzeitigen Verringerung der Gesamtflüssigkeitsmenge im Blutkreislaufsystem. Gleichzeitig ist durch die Blutspende auch die Anzahl der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) reduziert, die für den Sauerstofftransport im menschlichen Körper verantwortlich sind. Beides - Flüssigkeitsreduzierung und Reduktion der roten Blutkörperchen - werden von einem gesunden Menschen problemlos vertragen und führen in der Regel auch nicht zu einer Beeinträchtigung des Wohlbefindens.
Wenn der Spender nach der Blutspende genügend trinkt (ca. 1/2 - 1 Liter Flüssigkeit, keinen Alkohol), dann wird der Flüssigkeitsverlust ausgeglichen und dem Körper genügend Zeit gegeben, sich an die verringerte Anzahl roter Blutkörperchen anzupassen. Im Übrigen dauert die Nachbildung der gespendeten roten Blutkörperchen bei einem gesunden Menschen etwa drei Wochen.
Warum muss der Fragebogen jedes Mal ausgefüllt werden?
Der Fragebogen und die zusätzlichen mündlichen Fragen des Fachpersonals sind notwendig, um den aktuellen Gesundheitszustand des Spenders zu ermitteln. Diese Massnahme ist unumgänglich - im Interesse des Spenders wie auch des Empfängers von Blutprodukten. Der Fragebogen enthält deshalb auch Fragen zu Krankheiten, die nur kurze Zeit zurückliegen, oder zu bevorstehenden Operationen.
Siehe auch: Fragenbogen und Informationsblatt Fragebogen (pdf) und Informationsblatt (pdf) ansehen
Wo und wann kann ich Blutspenden?
Ganz in Ihrer Nähe und auch zu einem Zeitpunkt, der Ihnen passt! Dem Blutspende SRK Schweiz sind ca. 60 Blutspendezentren in der ganzen Schweiz angeschlossen. Zusätzlich führen mobile Equipen in Zusammenarbeit mit den Samaritervereinen regelmässig Blutspendeaktionen in zahlreichen Ortschaften durch.
Was geschieht mit dem Blut nach der Spende?
Vor der Weiterverarbeitung wird jede Blutspende im Labor untersucht. Neben der Bestimmung der Blutgruppe und des Rhesusfaktors werden verschiedene Tests auf Infektionserreger oder Antikörper wie Gelbsucht (Hepatitis B, Hepatitis C), Aids (HIV) und Syphilis (TPHA) vorgenommen. Die verschiedenen Untersuchungsmethoden werden aus Sicherheitsgründen laufend überprüft und den aktuellen Erfordernissen angepasst. Blut mit positivem Testbefund wird vernichtet.
Siehe auch: Was mit Ihrem Blut geschieht
Erfährt man die Resultate der Blutuntersuchung?
Neuspender erhalten - falls alle Tests negativ ausgefallen sind - nach etwa 2 bis 6 Wochen den Spenderausweis. Darin sind Blutgruppe und Rhesusfaktor eingetragen. Positive Tests bei Hepatitis, Aids oder Syphilis werden durch einen Bestätigungstest ergänzt. Wenn auch dieser positiv ist, nimmt eine Ärztin oder ein Arzt mit der betroffenen Person Kontakt auf und weist sie an den Hausarzt oder eine spezialisierte Institution weiter.
Blut allgemein
Wer erhält mein Blut?
Das meiste Blut wird zahlenmässig für die Behandlung von Chirurgie-Patienten gebraucht. Es folgen Patienten mit Magen- und Darmkrankheiten und insbesondere Krebspatienten.
Der hohe Bedarf an Blut ist in erster Linie eine Folge des medizinischen Fortschritts. So sind viele Operationen, Organübertragungen sowie die Behandlung von bösartigen Tumoren erst dank der modernen Transfusionsmedizin möglich geworden.
Warum gibt es kein Geld für das Blutspenden?
Nicht weil die Blutspende SRK Schweiz Kosten sparen möchte, sondern aus ethischen Überlegungen und aus Sicherheitsgründen: Blut darf nicht zur Handelsware werden. Wenn durch das Blutspenden finanzielle Vorteile erzielt werden könnten, bestünde die Gefahr, dass einzelne Personen aus einer finanziellen Notlage heraus spenden würden. Zahlreiche Studien haben zudem belegt, dass die Unentgeltlichkeit und damit der Verzicht der Spender auf materielle Anreize ein wesentlicher Sicherheitsfaktor ist.
Unterstützt von verschiedenen internationalen Institutionen, wie etwa der Weltgesundheitsorganisation (WHO), arbeitet die Blutspende SRK Schweiz weltweit auf der Grundlage strenger ethischer Normen, zu denen auch das Prinzip der Unentgeltlichkeit gehört. Ausserdem müssen jedem Patienten - ungeachtet seiner finanziellen Situation - Blutprodukte verabreicht werden können.
Werden Bestandteile aus den Blutspenden zu Medikamenten verarbeitet?
Die Bestandteile des Blutes sind: Die roten und die weissen Blutkörperchen, die Blutplättchen sowie das Blutplasma. Wenn man von einem Mangel bei Blutkonserven spricht, dann sind damit fast immer die Erythrozytenkonzentrate, also die roten Blutkörperchen, gemeint. Sie werden weitaus am häufigsten benötigt, viel mehr als beispielsweise das Blutplasma.Dieses Blutplasma hat noch eine Besonderheit: Es lässt sich nämlich in weitere (Eiweiss-) Bestandteile aufteilen. Diese einzelnen Bestandteile können in hochkonzentrierter Form als Medikamente für besondere Erkrankungen (z.B. Albumin, Immunglobulin, Gerinnungsfaktor) oder auch zur Herstellung von Impfstoffen benutzt werden. Da nicht das gesamte gespendete Plasma in seiner natürlichen Form direkt benötigt wird, geht ein Teil davon an die pharmazeutische Industrie, die daraus die oben beschriebenen Konzentrate herstellt, mit denen Patienten behandelt werden.
Stimmt es, dass Blut an die Plasmaindustrie verkauft wird?
Das bezieht sich nur auf denjenigen Teil des Blutplasmas, der aufgrund von Kapazitätsmängeln nicht selbst weiterverarbeitet werden kann. Das gespendete Blut enthält je etwa zur Hälfte Zellbestandteile und Plasma. In diese beiden Hauptbestandteile wird das Blut aufgeteilt. Zellkonserven und gefrorenes Frischplasma werden dann an die Spitäler geliefert. Aus dem übrigen Plasma werden in komplizierten Verfahren Spezialpräparate hergestellt. Lediglich ein Teil des Plasmas sowie Zwischenprodukte, die aufgrund fehlender technischer Möglichkeiten oder Kapazitäten nicht bei der Blutspende SRK Schweiz weiterverarbeitet werden können, werden an pharmazeutische Unternehmen abgegeben.
Gibt es denn noch kein künstliches Blut?
Blutersatzstoffe zu entwickeln, die in beliebiger Menge billig zu erzeugen und beliebig lange lagerbar sind, zählt heute zu den grössten Herausforderungen der Transfusionsmedizin. Als Ganzes ist Blut jedoch so komplex, dass es nie künstlich hergestellt werden kann.
Freies Hämoglobin (Färbestoff der roten Blutzellen) sowie andere Ersatzmittel (z.B. Fluorocarbone) sind seit Jahren Gegenstand zahlreicher Versuche - bislang allerdings ohne verwertbare Ergebnisse. Trotzdem ist es heute möglich, gewisse Blutbestandteile wie z.B. Gerinnungsfaktoren für Bluterkranke (Hämophile), auf gentechnologischem Weg zu produzieren.
Was ist der Rhesus-Faktor (Rh)?
Die Bezeichnung Rhesus bezieht sich auf weitere Merkmale der Blutgruppen. Rhesus ist der Name einer Affengattung (Rh ist die Abkürzung). Im Serum von Kleintieren, in die das Blut von Macacus-Rhesusaffen injiziert wurde, konnten Wissenschaftler vor 60 Jahren jene Stoffe nachweisen, die auch bei 85 Prozent der Menschen die roten Blutkörperchen verklumpen lassen. Menschen, die mit dem Serum positiv reagieren, werden als Rhesus positiv, die restlichen 15 Prozent als Rhesus negativ bezeichnet. Durch diese Entdeckung wurde noch klarer, welche Menschen welches Spenderblut erhalten dürfen.
Besonders wichtig ist der Rh-Faktor auch bei Schwangeren, um eine Gefährdung des ungeborenen Kindes zu vermeiden: Falls eine Blutunverträglichkeit zwischen Mutter und Kind besteht (beispielsweise wenn die Mutter Rh-negativ und das Kind Rh-positiv ist), können Anti-Rhesus Antikörper vom mütterlichen Immunsystem gebildet werden, welche dann die Blutkörperchen des Kindes zerstören können.
Die verschiedenen Blutgruppen
Jeder Mensch gehört einer besonderen, vererbten Blutgruppe an. Biochemische Merkmale auf der Oberfläche der roten Blutkörperchen und Antikörper bestimmen, zu welcher Blutgruppe ein Mensch gehört. Für die Transfusionsmedizin wichtig ist das sogenannte AB0-Blutgruppensystem, das vor einem Jahrhundert entdeckt wurde. Dabei unterscheidet man vier Blutgruppen: 0, A, B und AB. Welche Blutgruppen am häufigsten und welche am seltensten vorkommen, zeigt die nachfolgende Tabelle:
Blutgruppe Häufigkeit
A 47%
B 8%
AB 4%
0 41%
Wie viel Blut hat ein Mensch überhaupt?
Ein durchschnittlich schwerer, gesunder Mensch hat ungefähr ein totales Blutvolumen von acht Prozent seines Körpergewichtes. Ein ca. 70 Kilogramm schwerer Mensch hat also etwa fünf bis sechs Liter Blut. Diese Angaben sind allerdings auch abhängig von Alter und Geschlecht. Frauen haben eine etwas geringere Blutmenge als Männer.
Sind die seltenen Blutgruppen wertvoller?
Die Verteilung der Blutgruppen sieht in etwa wie folgt aus:
Blutgruppe Häufigkeit
A 47%
B 8%
AB 4%
0 41%
Der Bedarf an Blutkonzentraten ist in etwa identisch. In einigen seltenen Fällen (z.B. beim Blutaustausch beim Neugeborenen) werden jedoch bestimmte Blutgruppen benötigt. Deshalb ist es wichtig, dass Spender mit seltenen Blutgruppen bereit sind, Blut zu spenden.
Wie lange ist Blut haltbar?
- Die Thrombozyten-Konzentrate sind höchstens fünf Tage haltbar.
- Die roten Blutkörperchen sind 49 Tage haltbar.
- Das Plasma kann gefroren bei -30 °C bis zu zwei Jahre aufbewahrt werden.
Dies ist einer der Hauptgründe, warum das entnommene Blut in seine Bestandteile aufgeteilt wird.
Siehe auch: Zum Thema Blut
Was geschieht mit dem Blut nach der Spende?
Vor der Weiterverarbeitung wird jede Blutspende im Labor untersucht. Neben der Bestimmung der Blutgruppe und des Rhesusfaktors werden verschiedene Tests auf Infektionserreger oder Antikörper wie Gelbsucht (Hepatitis B, Hepatitis C), Aids (HIV) und Syphilis (TPHA) vorgenommen. Die verschiedenen Untersuchungsmethoden werden aus Sicherheitsgründen laufend überprüft und den aktuellen Erfordernissen angepasst. Blut mit positivem Testbefund wird vernichtet.
Siehe auch: Was mit Ihrem Blut geschieht
verschärfte Spendenkriterien
Wird Blut auch ins Ausland geliefert?
Bei Bedarf können überschüssige Blutbestandteile aus der Reserve, die von den Spitälern nicht benötigt werden, auch Patienten im Ausland helfen. Entsprechend seiner Richtlinien und den internationalen Rotkreuz-Grundsätzen stellt die Blutspende SRK Schweiz Konzentrate roter Blutkörperchen aus der eigenen Notfallreserve im Rahmen eines Hilfsprogrammes Griechenland zur Verfügung.
Warum gilt eine zeitliche Grenze von sechs Monaten Aufenthalt in Grossbritannien?
Leute, die sich zwischen 1980 und 1996 insgesamt mehr als 6 Monate in Grossbritannien aufgehalten haben, muss die Blutspende SRK Schweiz leider vom Spenden ausschliessen.
Diese Grenze von insgesamt sechs Monaten scheint auf den ersten Blick willkürlich. Leider weiss man bis heute nur sehr wenig über die Krankheit BSE und deren menschliche Form Creutzfeld-Jakob; man ist sich noch nicht einmal einig über die Übertragungsarten (Rind zu Mensch & Mensch zu Mensch) sowie die Inkubationszeit (Dauer zwischen der Ansteckung und dem Krankheitsausbruch). Es gibt aber Grund zur Annahme, dass speziell in Grossbritannien zwischen 1980 und 1996 ein Risiko bestand, weil dort damals der Höhepunkt der BSE-Krise stattfand.
Deshalb musste die Blutspende SRK Schweiz ihre Entscheidung auf Grundlage von Wahrscheinlichkeitsüberlegungen treffen: Je länger sich jemand zwischen 1980 und 1996 in Grossbritannien aufgehalten hat, desto grösser ist die Gefahr einer Ansteckung. Die Grenze wurde von den USA festgelegt, weil diese Aufenthaltsdauer am ehesten als verhältnismässig zum eingegangenen Risiko erschien. Die meisten anderen Länder haben diese Grenze von 6 Monaten ebenfalls übernommen.
Warum werden Menschen, die sich längere Zeit in Grossbritannien aufgehalten haben, von der Blutspende ausgeschlossen?
In Grossbritannien sind bis zum Juli 2009 168 Menschen an der neuen Variante von Creutzfeld-Jakob (vCJD), die menschliche Form der BSE, erkrankt; in Frankreich 24 und in vielen anderen Ländern 1-2. Diese Zahlen können sich jederzeit verändern. Leider weiss man bis heute noch sehr wenig über diese Krankheit.
Da die Zahl der vCJD-Erkrankten in Grossbritannien kontinuierlich zunimmt und da eine Übertragung via Blut als möglich betrachtet wird, musste die Blutspende SRK Schweiz diese vorsorgliche Sicherheitsmassnahme schon im Jahre 2002 treffen und Leute, die sich zwischen 1980 und 1996 insgesamt mehr als 6 Monate in Grossbritannien aufgehalten haben, vom Blutspenden ausschliessen. In allen anderen europäischen Ländern sowie den USA und Kanada gelten gleiche oder ähnliche Massnahmen.
Bald hätte ich ein rundes Spende-Jubiläum feiern können – ist dies nicht unfair?
Wir verstehen den Unmut der Spenderinnen und Spender, die ohne diese Regelung nächstens eine 'runde' Spende feiern könnten und sich auf ihr Geschenk, beispielsweise zur 50. oder 100. Spende, gefreut haben. Bitte nehmen Sie Kontakt auf mit Ihrem regionalen Blutspendedienst SRK Schweiz; wir sind sicher, dass sich eine geeignete Lösung finden lässt.
Ich habe früher einmal Blut erhalten – weiss aber nicht mehr, wann?
Alle Spenderinnen und Spender werden in ihrer regionalen Blutspende SRK Schweiz künftig auf diesen neuen Ausschlussgrund hingewiesen. Im Gespräch mit einer Fachperson wird dann festgestellt, ob ein Ausschlussgrund tatsächlich besteht. Betroffen sind nur Personen, die wissen, dass sie seit 1980 selbst eine Bluttransfusion erhalten haben.
Was ist mit Personen, die nicht sicher sind, ob sie einmal Blut erhalten haben?
Von der Blutspende werden nur Personen ausgeschlossen, die wissen, dass sie seit 1980 selbst eine Bluttransfusion erhalten haben.
Personen, die nicht sicher sind, ob sie in dieser Zeit eine Bluttransfusion erhalten haben, werden nicht ausgeschlossen: Dies wäre unseres Erachtens unverhältnismässig.
Vor vielen Operationen werden die Patienten darauf hingewiesen, dass je nach Verlauf eine Bluttransfusion erforderlich sein könnte. Ob dies dann tatsächlich der Fall war, wissen viele Patienten später nicht mehr genau – erst recht nicht nach einem so langen Zeitraum.
Dies ist unsere momentane Lageeinschätzung; ob dies auch in Zukunft so bleibt, können wir heute noch nicht abschliessend beurteilen.
Wie handeln die Blutspendedienste in anderen Ländern?
In Frankreich sind Personen, die selbst einmal Blut erhalten haben, bereits seit 1998 von der Blutspende ausgeschlossen. In England gilt derselbe Ausschluss seit April 2004, in Irland seit Mai 2004.
Andere europäische Länder haben ebenfalls gleiche oder ähnliche Entscheide getroffen.
Werden Sie zukünftig noch genügend Blutspender haben?
Wir hoffen es und gehen eigentlich davon aus: Zwar gibt es saisonal bedingt (während der Sommerferien oder im Winter während der Grippezeit) immer wieder gewisse Engpässe, aber insgesamt ist die Schweiz glücklicherweise eines der wenigen Länder, das noch (mit regionalen Schwankungen) über genügend Blutspenden verfügt.
Falls die jetzt getroffenen Massnahmen zu Engpässen führen sollten, wird die Blutspende SRK Schweiz ihre Werbeanstrengungen für Neuspender intensivieren müssen.
Warum schliessen Sie treue Spender aus, wenn Sie doch zu wenig Blut haben?
Auf den ersten Blick sieht dies tatsächlich wie ein Widerspruch aus.
Doch zu unseren Aufgabe gehört nicht nur, den Schweizer Spitälern genügend Blutprodukte zur Verfügung zu stellen – unsere Aufgabe ist es auch, für eine möglichst hohe Sicherheit dieser Blutprodukte besorgt zu sein. Da die Sicherheit der Blutprodukte Vorrang haben muss, hat man sich für diese Massnahme entschieden.
Zudem verfügt unser Land insgesamt (mit regionalen Schwankungen) – abgesehen von saisonalen Engpässen wie Sommerferien oder der Grippezeit im Winter – glücklicherweise über genügend Blutspender.
Was ist bei Reisen in Malariagebiete?
Wer Reisen in Malariagebiete unternimmt, darf während der darauffolgenden sechs Monate nicht Blut spenden. Eine Ansteckung mit Malaria kann nämlich monatelang nach der Rückkehr aus den Tropen unerkannt bleiben - und trotzdem würde das Blut des betreffenden Spenders die Malaria auf den Empfänger übertragen! Auf der Website von Safetravel können Sie sich über die aktuellen Malariagebiete informieren.
West-Nile Virus
Wie lange gilt diese Massnahme?
Diese Massnahme gilt seit Juni 2003. Wie lange sie weiterhin aufrechterhalten werden muss, können wir noch nicht beurteilen: Dies hängt mit dem weiteren Verlauf der Situation in Nordamerika zusammen.
Wie viele Leute wurden bereits angesteckt?
In den Jahren 2004 bis 2008 waren die Erkrankungsfälle in den USA (schwankend zwischen 3000 - 4000) sowie die Todesfälle (120 - 180) mehr oder weniger stabil. Im 2008 ist die Anzahl der Erkrankungsfälle (ca. 1300) sowie Todesfälle (ca. 37) drastisch gesunken. Ob es sich bei diesem Verlauf um einen Zwischenfall oder einen Trend handelt, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantwortet werden.
2009 wurden auch in Europa (Norditalien, Rumänien) einige Erkrankungsfälle nachgewiesen. Nicht vorsehbar ist, ob es sich hierbei um beschränkte Ausbrüche handelt oder ob diese grössere Ausmasse annehmen werden.
Wie gefährlich ist dieses Virus?
Einerseits gab es nachweislich Todesfälle, anderseits verläuft die Krankheit in 70 bis 80 Prozent der Fälle ohne nachweisbare Symptome. Gemäss den uns vorliegenden Informationen führt das Virus in 0,5 Prozent der bekannten Ansteckungen zu einer schwerwiegenden Erkrankung und verläuft in 0,1 Prozent tödlich.
Warum gerade für vier Wochen?
Die Krankheit bricht nach Einschätzung der Experten innerhalb 2 bis 14 Tagen nach der Ansteckung aus. Wie üblich haben wir eine gewisse Zeitspanne hinzugerechnet, sodass sich daraus ein Zeitraum von 4 Wochen errechnet.
Warum werden Spender ausgeschlossen?
Wer nach Nordamerika reist, darf erst vier Wochen nach der Rückkehr wieder spenden. Es ist erwiesen, dass das Virus via Bluttransfusion übertragen werden kann.
«BSE» und «vCJD»
Warum gilt eine zeitliche Grenze von sechs Monaten Aufenthalt in Grossbritannien?
Leute, die sich zwischen 1980 und 1996 insgesamt mehr als 6 Monate in Grossbritannien aufgehalten haben, muss die Blutspende SRK Schweiz leider vom Spenden ausschliessen.
Diese Grenze von insgesamt sechs Monaten scheint auf den ersten Blick willkürlich. Leider weiss man bis heute nur sehr wenig über die Krankheit BSE und deren menschliche Form Creutzfeld-Jakob; man ist sich noch nicht einmal über die Übertragungsarten (Rind zu Mensch & Mensch zu Mensch) und die Inkubationszeit (Dauer zwischen der Ansteckung und dem Krankheitsausbruch) einig. Es gibt aber Grund zur Annahme, dass speziell in Grossbritannien zwischen 1980 und 1996 ein Risiko bestand, weil dort damals der Höhepunkt der BSE-Krise stattfand.
Deshalb musste die Blutspende SRK Schweiz ihre Entscheidung auf Grundlage von Wahrscheinlichkeitsüberlegungen fällen: Je länger sich jemand zwischen 1980 und 1996 in Grossbritannien aufgehalten hat, desto grösser ist die Gefahr einer Ansteckung. Die Grenze wurde von den USA festgelegt, weil diese Aufenthaltsdauer am ehesten als verhältnismässig zum eingegangenen Risiko erschien. Die meisten anderen Länder haben diese Grenze von 6 Monaten ebenfalls übernommen.
Warum werden Menschen, die sich längere Zeit in Grossbritannien aufgehalten haben, von der Blutspende ausgeschlossen?
In Grossbritannien sind bis zum Juli 2009 168 Menschen an der neuen Variante von Creutzfeld-Jakob (vCJD), die menschliche Form der BSE, erkrankt; in Frankreich 24 und in vielen anderen Ländern 1-2. Diese Zahlen können sich jederzeit verändern. Leider weiss man bis heute noch sehr wenig über diese Krankheit.
Da die Zahl der vCJD-Erkrankten in Grossbritannien kontinuierlich zunimmt und da eine Übertragung via Blut als möglich betrachtet wird, musste die Blutspende SRK Schweiz diese vorsorgliche Sicherheitsmassnahme bereits im Jahre 2002 treffen und Leute, die sich zwischen 1980 und 1996 insgesamt mehr als 6 Monate in Grossbritannien aufgehalten haben, vom Blutspenden ausschliessen. In allen anderen europäischen Ländern sowie den USA und Kanada gelten gleiche oder ähnliche Massnahmen.
Kann die Krankheit BSE (Rinderwahnsinnserkrankung) via Blut übertragen werden?
Darüber gibt es bislang weder gesicherte Forschungs-erkenntnisse noch seriöse Vermutungen, da man über die Problematik BSE leider nach wie vor sehr wenig weiss. Man ist nicht einmal über die Übertragungsarten (Rind zu Mensch & Mensch zu Mensch) und die Inkubationszeit (Dauer zwischen der Ansteckung und dem Krankheitsausbruch) beim Menschen einig.
In Grossbritannien sind bis zum Juli 2009 168 Menschen an der neuen Variante von Creutzfeld-Jakob (vCJD), die menschliche Form der BSE, erkrankt; in Frankreich waren es 24 und in vielen anderen Ländern 1-2 Erkrankungen. Diese Zahlen können sich jederzeit verändern. Forscher aus aller Welt arbeiten daran, mehr über diese Krankheit zu erfahren. Die Blutspende SRK Schweiz denkt, dass eines Tages ein Testverfahren entwickelt werden kann, das die Krankheitserreger (die sogenannten Prionen) im Blut nachweist.
Warum wurde gerade der Zeitraum seit 1980 gewählt?
Dies hängt damit zusammen, dass in dieser Zeit die BSE-Problematik in Grossbritannien akut wurde. Kurz darauf wurde BSE auch in der Schweiz ein Thema.
Werden Sie zukünftig noch genügend Blutspender haben?
Wir hoffen es und gehen eigentlich davon aus: Zwar gibt es saisonal bedingt (während der Sommerferien oder im Winter während der Grippezeit) immer wieder gewisse Engpässe, aber insgesamt ist die Schweiz glücklicherweise eines der wenigen Länder, das noch (mit regionalen Schwankungen) über genügend Blutspenden verfügt.
Falls die jetzt getroffenen Massnahmen zu Engpässen führen sollten, wird die Blutspende SRK Schweiz ihre Werbeanstrengungen für Neuspender intensivieren müssen.
Warum schliessen Sie treue Spender aus, wenn Sie doch zu wenig Blut haben?
Auf den ersten Blick sieht dies tatsächlich wie ein Widerspruch aus.
Doch zu unseren Aufgabe gehört nicht nur, den Schweizer Spitälern genügend Blutprodukte zur Verfügung zu stellen – unsere Aufgabe ist es auch, für eine möglichst hohe Sicherheit dieser Blutprodukte zu sorgen. Da die Sicherheit der Blutprodukte Vorrang haben muss, hat man sich für diese Massnahme entschieden.
Zudem verfügt unser Land insgesamt (mit regionalen Schwankungen) – abgesehen von saisonalen Engpässen wie Sommerferien oder der Grippezeit im Winter – glücklicherweise über genügend Blutspender.
Wie gross ist die Gefahr, dass vCJD via Blut übertragbar ist?
Über die Krankheit BSE bzw. deren menschliche Variante vCJD (Variante Creutzfeld-Jakob Erkrankung) wissen Wissenschaft und Forschung immer noch sehr wenig. Seit 1995 wurden in Grossbritannien 168 Fälle von vCJD beobachtet, zusätzlich 24 Fälle in Frankreich und 1-2 Fälle in vielen anderen Ländern.
Untersuchungen lassen vermuten, dass es sich dabei um eine Übertragung des Erregers vom Rind auf den Menschen handelt, die vermutlich durch den Konsum von Fleisch zustande kommt. In der Schweiz gab es bislang keinen Fall von vCJD.
Heisst dies, dass Personen, die einmal Blut erhalten haben, krank sind?
Es gibt keinen Grund, dass Personen, die selbst Blut erhalten haben, sich Sorgen machen müssten. Diese Entscheidung bedeutet nicht, dass die nun ausgeschlossenen Spenderinnen und Spender krank sind.
Es handelt sich um eine rein vorsorgliche Sicherheitsmassnahme im Zusammenhang mit der möglichen Übertragbarkeit des vCJD-Erregers via Blut.
Wie viele Personen sind davon betroffen?
Die durchgeführten Erhebungen lassen auf eine Zahl von rund 5 Prozent schliessen. Dies wären auf die Schweiz bezogen also rund 13’000 Personen der insgesamt etwa 270'000 Spenderinnen und Spender.
Was ist der Zweck dieser Massnahme?
Die Sicherheit der Blutprodukte steht für die Blutspende SRK Schweiz an wichtigster Stelle! So lange Wissenschaft und Forschung nicht genügend über die Übertragbarkeiten von Krankheiten wie vCJD wissen, muss sie deshalb vorsorgliche Sicherheitsmassnahmen ergreifen.
Seit Dezember 2003 wurden in Grossbritannien 4 Fälle von vCJD-Erkrankungen festgestellt, die mit Bluttransfusionen in Zusammenhang gebracht werden konnten. Der Entscheid wurde nun durch konkrete Verdachtsfälle bestätigt.
Aufgabe und Absicht der Blutspende SRK Schweiz ist es, die mögliche Weiterverbreitung von Krankheiten im Bereich der Bluttransfusion wirkungsvoll zu bekämpfen.
Warum war dieser Beschluss erforderlich?
Die Blutspendedienste SRK Schweiz auf der ganzen Welt sind zunehmend mit der Problematik von Krankheiten konfrontiert, die eine sehr lange Inkubationszeit, d.h. einen Zeitraum von 15 und mehr Jahren zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit, haben.
So lange Inkubationszeiten führen unter anderem dazu, dass man nicht schlüssig nachweisen kann, auf welche Arten solche Krankheiten übertragen werden können.
Im Zentrum der jetzigen Überlegungen steht vCJD (Variante Creutzfeld-Jakob-Erkrankung), bei der mit einer Inkubationszeit von mehr als 15 Jahren gerechnet werden muss. Hier gibt es gewisse (aber noch nicht erhärtete) Hinweise, dass eine Übertragung via Blut möglich sein könnte.
