Blut allgemein
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Wer erhält mein Blut?
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Das meiste Blut wird zahlenmässig für die Behandlung von Chirurgie-Patienten gebraucht. Es folgen Magen- und Darmkrankheiten und insbesondere Krebspatienten.
Der hohe Bedarf an Blut ist in erster Linie eine Folge des medizinischen Fortschritts. So sind viele Operationen, Organübertragungen sowie die Behandlung von bösartigen Tumoren erst dank der modernen Transfusionsmedizin möglich geworden.
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Warum gibt es kein Geld für das Blutspenden?
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Nicht weil der Blutspendedienst Kosten sparen möchte, sondern aus ethischen Überlegungen und aus Sicherheitsgründen: Blut darf nicht zur Handelsware werden. Wenn durch das Blutspenden finanzielle Vorteile erzielt werden könnten, bestände die Gefahr, dass einzelne Personen aus einer finanziellen Notlage heraus spenden würden. Zahlreiche Studien haben zudem belegt, dass die Unentgeltlichkeit und damit der Verzicht der Spender auf materielle Anreize ein wesentlicher Sicherheitsfaktor ist.
Unterstützt von verschiedenen internationalen Institutionen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) arbeiten die Blutspendedienste des Roten Kreuzes weltweit auf der Grundlage strenger ethischer Normen, zu denen auch das Prinzip der Unentgeltlichkeit gehört. Auch müssen jedem Patienten - ungeachtet seiner finanziellen Lage - Blutprodukte verabreicht werden können.
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Werden Bestandteile aus den Blutspenden zu Medikamenten verarbeitet?
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Die Bestandteile des Blutes sind: Die roten und die weissen Blutkörperchen, die Blutplättchen sowie das Blutplasma. Wenn man von einem Mangel bei Blutkonserven spricht, dann sind damit fast immer die Erythrozytenkonzentrate, also die roten Blutkörperchen, gemeint. Sie werden weitaus am häufigsten benötigt, viel mehr als beispielsweise das Blutplasma.Dieses Blutplasma hat noch eine Besonderheit: Es lässt sich nämlich in weitere (Eiweiss-) Bestandteile aufteilen. Diese einzelnen Bestandteile können in hochkonzentrierter Form als Medikamente für besondere Erkrankungen (z.B. Albumin, Immunglobulin, Gerinnungsfaktor) oder auch zur Herstellung von Impfstoffen benutzt werden.Da nicht das gesamte gespendete Plasma in seiner natürlichen Form direkt benötigt wird, geht ein Teil davon an die Pharmazeutische Industrie, die daraus die oben beschriebenen Konzentrate herstellt, mit denen Patienten behandelt werden.
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Stimmt es, dass Blut an die Plasmaindustrie verkauft wird?
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Das bezieht sich nur auf denjenigen Teil des Blutplasmas, der aufgrund von Kapazitätsmängeln nicht selbst weiterverarbeitet werden kann. Das gespendete Blut enthält je etwa zur Hälfte Zellbestandteile und Plasma. In diese beiden Hauptbestandteile wird das Blut aufgeteilt. Zellkonserven und gefrorenes Frischplasma werden dann an die Spitäler geliefert. Aus dem übrigen Plasma werden in komplizierten Verfahren Spezialpräparate hergestellt. Lediglich ein Teil des Plasmas sowie Zwischenprodukte, die aufgrund fehlender technischer Möglichkeiten oder Kapazitäten nicht beim Blutspendedienst SRK weiterverarbeitet werden können, werden an pharmazeutische Unternehmen abgegeben.
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Gibt es denn noch kein künstliches Blut?
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Blutersatzstoffe zu entwickeln, die in beliebiger Menge billig zu erzeugen und beliebig lange lagerbar sind, dies zählt heute zu den grössten Herausforderungen der Transfusionsmedizin. Als Ganzes ist Blut jedoch so komplex, dass es nie künstlich hergestellt werden kann.
Freies Hämoglobin (Färbestoff der roten Blutzellen) sowie andere Ersatzmittel (z.B. Fluorocarbone) sind seit Jahren Gegenstand von Versuchen, bis jetzt aber ohne Resultate. Trotzdem ist es heute möglich, gewisse Blutbestandteile wie z.B. Gerinnungsfaktoren für Bluterkranke (Hämophile), auf gentechnologischem Weg zu produzieren.Kategorie: Blut allgemein -
Was ist der Rhesus-Faktor (Rh)?
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Die Bezeichnung Rhesus bezieht sich auf weitere Merkmale der Blutgruppen. Rhesus ist der Name einer Affengattung (Rh ist die Abkürzung). Im Serum von Kleintieren, in die das Blut von Macacus-Rhesusaffen injiziert wurde, konnten Wissenschaftler vor 60 Jahren jene Stoffe nachweisen, die auch bei 85 Prozent der Menschen die roten Blutkörperchen verklumpen lassen. Menschen, die mit dem Serum positiv reagieren, werden als Rhesus positiv, die restlichen 15 Prozent als Rhesus negativ bezeichnet. Durch diese Entdeckung wurde noch klarer, welche Menschen welches Spenderblut erhalten dürfen.
Besonders wichtig ist der Rh-Faktor auch bei Schwangeren, um eine Gefährdung des ungeborenen Kindes zu vermeiden: Falls eine Blutunverträglichkeit zwischen Mutter und Kind besteht (beispielsweise wenn die Mutter Rh-negativ und das Kind Rh-positiv ist), können Anti-Rhesus Antikörper vom mütterlichen Immunsystem gebildet werden, welche dann die Blutkörperchen des Kindes zerstören können.Kategorie: Blut allgemein -
Die verschiedenen Blutgruppen
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Jeder Mensch gehört einer besonderen, vererbten Blutgruppe an. Biochemische Merkmale auf der Oberfläche der roten Blutkörperchen und Antikörper bestimmen, zu welcher Blutgruppe ein Mensch gehört. Für die Transfusionsmedizin wichtig ist das sogenannte AB0-Blutgruppensystem, das vor einem Jahrhundert entdeckt wurde. Dabei unterscheidet man vier Blutgruppen: 0, A, B und AB. Welche Blutgruppen am häufigsten und welche am seltensten vorkommen, zeigt die nachfolgende Tabelle:
Blutgruppe Häufigkeit
A 47%
B 8%
AB 4%
0 41%Kategorie: Blut allgemein -
Wie viel Blut hat ein Mensch überhaupt?
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Ein durchschnittlich schwerer, gesunder Mensch hat ungefähr ein totales Blutvolumen von acht Prozent seines Körpergewichtes. Ein ca. 70 Kilogramm schwerer Mensch hat also etwa fünf bis sechs Liter Blut. Diese Angaben sind allerdings auch abhängig von Alter und Geschlecht. Frauen haben eine etwas geringere Blutmenge als Männer.
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Sind die seltenen Blutgruppen wertvoller?
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Die Verteilung der Blutgruppen ist in etwa wie folgt:
Blutgruppe Häufigkeit
A 47%
B 8%
AB 4%
0 41%
Der Bedarf an Blutkonzentraten ist in etwa identisch. In einigen seltenen Fällen (z.B. beim Blutaustausch beim Neugeborenen) werden jedoch gewisse Blutgruppen benötigt. Deshalb ist es wichtig, dass Spender mit seltenen Blutgruppen bereit sind, Blut zu spenden.Kategorie: Blut allgemein, Blutspenden allgemein -
Wie lange ist Blut haltbar?
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- Die Thrombozyten-Konzentrate sind höchstens fünf Tage haltbar.
- Die roten Blutkörperchen sind 49 Tage haltbar.
- Das Plasma kann gefroren bei minus 30 Grad C bis zu zwei Jahren aufbewahrt werden.
Dies ist einer der Hauptgründe, warum das entnommene Blut in seine Bestandteile aufgeteilt wird.
Siehe auch: Zum Thema BlutKategorie: Blut allgemein -
Was geschieht mit dem Blut nach der Spende?
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Vor der Weiterverarbeitung wird jede Blutspende im Labor untersucht. Neben der Bestimmung der Blutgruppe und des Rhesusfaktors werden verschiedene Tests auf Infektionserreger oder Antikörper wie Gelbsucht (Hepatitis B, Hepatitis C), Aids (HIV) und Syphilis (TPHA) vorgenommen. Die verschiedenen Untersuchungsmethoden werden aus Sicherheitsgründen laufend überprüft und den aktuellen Erfordernissen angepasst. Blut mit positivem Testbefund wird vernichtet.
Siehe auch: Was mit Ihrem Blut geschiehtKategorie: Blut allgemein, Blutspenden allgemein
