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    29.04.2012

    Lancierung der Sonderbriefmarke "Blutspende"

    Festakt auf dem Bundesplatz Bern zur Lancierung der Sonderbriefmarke "Blutspende" am 8.Mai 2012 - dem Weltrotkreuztag - ab 15 Uhr[mehr]


    12.02.2012

    Warnung

    Warnung vor „Association Suisse des Donneurs de Sang Bénévoles“[mehr]


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    Blutspenden allgemein

    Wer erhält mein Blut?

    Das meiste Blut wird zahlenmässig für die Behandlung von Chirurgie-Patienten gebraucht. Es folgen Magen- und Darmkrankheiten und insbesondere Krebspatienten.

    Der hohe Bedarf an Blut ist in erster Linie eine Folge des medizinischen Fortschritts. So sind viele Operationen, Organübertragungen sowie die Behandlung von bösartigen Tumoren erst dank der modernen Transfusionsmedizin möglich geworden.

    Warum gibt es kein Geld für das Blutspenden?

    Nicht weil die Blutspende SRK Schweiz Kosten sparen möchte, sondern aus ethischen Überlegungen und aus Sicherheitsgründen: Blut darf nicht zur Handelsware werden. Wenn durch das Blutspenden finanzielle Vorteile erzielt werden könnten, bestünde die Gefahr, dass einzelne Personen aus einer finanziellen Notlage heraus spendeten. Zahlreiche Studien haben zudem belegt, dass die Unentgeltlichkeit und damit der Verzicht der Spender auf materielle Anreize ein wesentlicher Sicherheitsfaktor ist.

    Unterstützt von verschiedenen internationalen Institutionen, wie etwa der Weltgesundheitsorganisation (WHO), arbeitet die Blutspende SRK Schweiz weltweit auf der Grundlage strenger ethischer Normen, zu denen auch das Prinzip der Unentgeltlichkeit gehört. Ausserdem müssen jedem Patienten - ungeachtet seiner finanziellen Situation - Blutprodukte verabreicht werden können.

    Wird Blut auch ins Ausland geliefert?

    Bei Bedarf können überschüssige Blutbestandteile aus der Reserve, die von den Spitälern nicht benötigt werden, auch Patienten im Ausland helfen. Entsprechend seiner Richtlinien und den internationalen Rotkreuz-Grundsätzen stellt die Blutspende SRK Schweiz Konzentrate roter Blutkörperchen aus der eigenen Notfallreserve im Rahmen eines Hilfsprogrammes Griechenland zur Verfügung.

    Warum wird das Blut denn so aufwendig weiterverarbeitet?

    Heutzutage wird nur noch in Ausnahmefällen Vollblut übertragen. Jeder Patient erhält nur diejenigen Blutbestandteile, die er aufgrund seines Zustandes bzw. seiner Erkrankung dringend benötigt. Mit den Präparaten aus einer einzigen Spende kann auf diese Art mehreren Menschen geholfen werden.

    Werden Bestandteile aus den Blutspenden zu Medikamenten verarbeitet?

    Die Bestandteile des Blutes sind: Die roten und die weissen Blutkörperchen, die Blutplättchen sowie das Blutplasma. Wenn man von einem Mangel bei Blutkonserven spricht, dann sind damit fast immer die Erythrozytenkonzentrate, also die roten Blutkörperchen, gemeint. Sie werden weitaus am häufigsten benötigt, viel mehr als beispielsweise das Blutplasma. Dieses Blutplasma hat noch eine Besonderheit: Es lässt sich nämlich in weitere (Eiweiss-) Bestandteile aufteilen. Diese einzelnen Bestandteile können in hochkonzentrierter Form als Medikamente für besondere Erkrankungen (z.B. Albumin, Immunglobulin, Gerinnungsfaktor) oder auch zur Herstellung von Impfstoffen benutzt werden. Da nicht das gesamte gespendete Plasma in seiner natürlichen Form direkt benötigt wird, geht ein Teil davon an die pharmazeutische Industrie, die daraus die oben beschriebenen Konzentrate herstellt, mit denen Patienten behandelt werden.

    Wo erhalte ich mehr Informationen?

    Spenderinnen und Spender erkundigen sich am besten direkt bei ihrer regionalen Blutspende SRK Schweiz. Die Adresse der zuständigen regionalen Blutspende SRK Schweiz befindet sich auch auf dem Spenderausweis.
    Für allgemeine Fragen und Anregungen können Sie zudem unser Kontaktformular verwenden.
    Ihre Meinung zu diesem Thema können Sie im Gästebuch eintragen. Bitte beachten Sie aber, dass wir im Gästebuch aus Datenschutzgründen keine konkreten, auf einzelne Personen bezogenen Antworten geben dürfen.
    Für allgemeine, weitere Informationen rund um <dfn title="Creutzfeld-Jakob Erkrankung">vCJD</dfn> empfehlen wir Ihnen die Websites des Bundesamtes für Gesundheit, des Bundesamtes für Veterinärwesen und des Schweizerischen Heilmittelinstituts Swissmedic.

    Kann man sich beim Blutspenden mit gefährlichen Krankheiten anstecken?

    Nein. Bei allen Blutspenden werden sterile Einwegnadeln verwendet. Wer Blut spendet, geht damit also absolut kein Risiko ein, sich mit einer gefährlichen Krankheit anzustecken.

    Sollte man nun nicht besser ganz auf Bluttransfusionen verzichten?

    Das Risiko, sich durch Bluttransfusionen mit gefährlichen Krankheiten anzustecken, ist äusserst gering. Auch die jetzige, vorsorgliche Massnahme ändert nichts an dieser Beurteilung.
    Bluttransfusionen werden nur verabreicht, wenn der behandelnde Arzt sie als unbedingt erforderlich für die Gesundheit des Patienten erachtet. In solchen Fällen auf eine Bluttransfusion zu verzichten, wäre deshalb viel riskanter.

    Wer kann wem Blut spenden?

    Aufgrund der verschiedenen Blutgruppen kann Spenderblut nicht jedem Empfänger übertragen werden. Natürlich kann jedes Blut einer bestimmten Gruppe einem Empfänger derselben Blutgruppe gespendet werden. Wer darüber hinaus wem spenden kann, ist recht kompliziert - wie die folgende Tabelle zeigt: 

    Empfänger

    A

    B

    AB

    0

    Spender

    0

    JA

    JA

    JA

    JA

    AB

    NEIN

    NEIN

    JA

    NEIN

    B

    NEIN

    JA

    JA

    NEIN

    A

    JA

    NEIN

    JA

    NEIN


    Noch etwas kompliziertes wird es, wenn man den Rhesus-Faktor mitberücksichtigt: So akzeptiert Rh-negatives Empfängerblut nur ebenfalls Rh-negatives Spenderblut. Dagegen akzeptiert Rh-positives beides.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Sind die seltenen Blutgruppen wertvoller?

    Die Verteilung der Blutgruppen stellt sich in etwa wie folgt dar:
    Blutgruppe Häufigkeit
    A 47%
    B 8%
    AB 4%
    0 41%
    Der Bedarf an Blutkonzentraten ist in etwa identisch. In einigen seltenen Fällen (z.B. beim Blutaustausch beim Neugeborenen) werden jedoch bestimmte Blutgruppen benötigt. Deshalb ist es wichtig, dass Spender mit seltenen Blutgruppen bereit sind, Blut zu spenden.

    Warum kann man erst mit 18 Jahren Blut spenden?

    Die Volljährigkeit ist unerlässlich, da es sich beim Blutspenden aus juristischer Sicht um einen medizinischen Eingriff handelt.

    Warum soll gerade ich Blut spenden?

    1'300 Blutspenden reichen in der Schweiz gerade für einen Tag. Und in gewissen Zeiten, zum Beispiel in den Ferienmonaten, sinkt die Zahl der Spender drastisch. Da kann es trotz eingeplanter Sicherheitsreserven zu heiklen Engpässen in der Blutversorgung kommen. Um dies zu vermeiden, sollten möglichst viele Leute regelmässig Blut spenden.
    Siehe auch: Warum sollte man spenden

    Können sich durch das Blutspenden die Venen verhärten?

    Nein. Bei jährlich drei- bis viermaligem Spenden von Blut besteht überhaupt keine Gefahr einer Venenverhärtung.

    Wie lange braucht der Körper, um das entnommene Blut zu ersetzen?

    Die gespendete Blutmenge ist im Verhältnis zur Gesamtblutmenge des Körpers so gering, dass der Verlust vom Organismus schnell wieder ausgeglichen wird. Die für die Abwehr von Krankheitskeimen besonders wichtigen weissen Blutkörperchen und die Blutflüssigkeit, das sogenannte Plasma, werden schon innerhalb nur eines Tages ersetzt, bei den roten Blutkörperchen dauert es etwa 3 Wochen.

    Hat die Blutspende Einfluss auf den Blutdruck?

    Der Blutdruck respektive Arteriendruck sinkt leicht nach einer Blutentnahme, aber er erholt sich sehr schnell wieder. Das Blutspenden ist deshalb keine Behandlungsmöglichkeit gegen zu hohen Blutdruck.

    Dürfen Spitzensportler auch Blut spenden?

    Nach der Blutspende sollte während ein bzw. zwei Tagen generell keinen Spitzensport (ebenfalls Tauchen) betrieben werden. Bei anderen sportlichen Aktivitäten sind Dauer und Intensität dem möglicherweise etwas reduziertem Leistungsvermögen anzupassen. Für alle gilt: Gönnen Sie Ihrem Körper vor und nach der Blutspende etwas Ruhe.

    Darf man nach dem Blutspenden Auto fahren?

    Ja, ohne Weiteres; natürlich nur unter der Bedingung, dass man sich auch wirklich wohlfühlt. Es reicht, sich nach dem Blutspenden ein paar Minuten auszuruhen, bevor man sich wieder hinter das Steuer setzt.

    Ist die Menge von 450 Millilitern nicht zu viel?

    Ein Erwachsener hat - je nach Körpergewicht - zwischen vier und sechs Liter Blut. Eine Blutentnahme von 450 ml ist völlig unproblematisch, sofern die erwachsene Person mindestens 50 Kilo schwer ist. Zudem enthält der Blutbeutel eine genau definierte Antikoagulans-Menge, um Gerinnsel im gespendeten Blut zu vermeiden. Damit das Verhältnis zwischen Vollblut und Antikoagulans korrekt eingestellt wird, muss immer zwischen 400 und 500 ml Blut gespendet werden. Das entnommene Blut wird vom Körper spätestens nach 3 Wochen wieder ersetzt.

    Wie lange dauert eine Blutspende?

    Die Spende selbst dauert nur etwa 10 Minuten. Wenn man die Vorbereitungen und die Ruhephase danach miteinbezieht, sollte man für die Blutspende insgesamt ca. 45 Minuten einplanen.

    Tut das Blutspenden weh?

    Nein, überhaupt nicht. Blutspenden ist ganz anders, als viele Menschen sich das vorstellen. Das Schmerzhafteste beim Blutspenden ist - wenn überhaupt - der kleine Stich in den Finger. Der dabei entnommene Blutstropfen dient dazu, das Hämoglobin zu bestimmen. Der gemessene Wert ist ein wichtiges Kriterium, um abzuklären, ob jemand die Voraussetzungen zum Blutspenden erfüllt. Den anschliessenden Stich in die Vene zur Blutentnahme merkt man kaum. Und die Blutspende selbst ist völlig schmerzlos!

    Kann Blutspenden nicht der Gesundheit schaden?

    Nein. Die gespendete Blutmenge ist im Verhältnis zur Gesamtblutmenge des Körpers so gering, dass der Verlust vom Organismus schnell wieder ausgeglichen wird.

    Durch die Entnahme von 450 ml Blut bei der Spende kommt es zu einer kurzzeitigen Verringerung der Gesamtflüssigkeitsmenge im Blutkreislaufsystem. Gleichzeitig ist durch die Blutspende auch die Anzahl der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) reduziert, die für den Sauerstofftransport im menschlichen Körper verantwortlich sind. Beides - Flüssigkeitsreduzierung und Reduktion der roten Blutkörperchen - werden von einem gesunden Menschen problemlos vertragen und führen in der Regel auch nicht zu einer Beeinträchtigung des Wohlbefindens.

    Wenn der Spender nach der Blutspende genügend trinkt (ca. 1/2 - 1 Liter Flüssigkeit, keinen Alkohol), dann wird der Flüssigkeitsverlust ausgeglichen und dem Körper genügend Zeit gegeben, sich an die verringerte Anzahl roter Blutkörperchen anzupassen. Im Übrigen dauert die Nachbildung der gespendeten roten Blutkörperchen bei einem gesunden Menschen etwa drei Wochen.

    Warum muss der Fragebogen jedes Mal ausgefüllt werden?

    Der Fragebogen und die zusätzlichen mündlichen Fragen des Fachpersonals sind notwendig, um den aktuellen Gesundheitszustand des Spenders zu ermitteln. Diese Massnahme ist unumgänglich - im Interesse des Spenders wie auch des Empfängers von Blutprodukten. Der Fragebogen enthält deshalb auch Fragen zu Krankheiten, die nur kurze Zeit zurückliegen, oder zu bevorstehenden Operationen.

    Siehe auch: Fragenbogen und Informationsblatt Fragebogen (pdf) und Informationsblatt (pdf) ansehen

    Wo und wann kann ich Blutspenden?

    Ganz in Ihrer Nähe und auch zu einem Zeitpunkt, der Ihnen passt! Dem Blutspende SRK Schweiz sind ca. 60 Blutspendezentren in der ganzen Schweiz angeschlossen. Zusätzlich führen mobile Equipen in Zusammenarbeit mit den Samaritervereinen regelmässig Blutspendeaktionen in zahlreichen Ortschaften durch.

    Was geschieht mit dem Blut nach der Spende?

    Vor der Weiterverarbeitung wird jede Blutspende im Labor untersucht. Neben der Bestimmung der Blutgruppe und des Rhesusfaktors werden verschiedene Tests auf Infektionserreger oder Antikörper wie Gelbsucht (Hepatitis B, Hepatitis C), Aids (HIV) und Syphilis (TPHA) vorgenommen. Die verschiedenen Untersuchungsmethoden werden aus Sicherheitsgründen laufend überprüft und den aktuellen Erfordernissen angepasst. Blut mit positivem Testbefund wird vernichtet.
    Siehe auch: Was mit Ihrem Blut geschieht

    Erfährt man die Resultate der Blutuntersuchung?

    Neuspender erhalten - falls alle Tests negativ ausgefallen sind - nach etwa 2 bis 6 Wochen den Spenderausweis. Darin sind Blutgruppe und Rhesusfaktor eingetragen. Positive Tests bei Hepatitis, Aids oder Syphilis werden durch einen Bestätigungstest ergänzt. Wenn auch dieser positiv ist, nimmt eine Ärztin oder ein Arzt mit der betroffenen Person Kontakt auf und weist sie an den Hausarzt oder eine spezialisierte Institution weiter.