«BSE» und «vCJD»

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Warum gilt eine zeitliche Grenze von sechs Monaten Aufenthalt in Grossbritannien?

Leute, die sich zwischen 1980 und 1996 insgesamt mehr als 6 Monate in Grossbritannien aufgehalten haben, muss der Blutspendedienst SRK leider vom Spenden ausschliessen. 
Diese Grenze von insgesamt sechs Monaten scheint auf den ersten Blick willkürlich. Leider weiss man bis heute nur sehr wenig über die Krankheit BSE und deren menschliche Form Creutzfeld-Jakob, man kennt noch nicht mal die Übertragungsarten (Rind zu Mensch & Mensch zu Mensch) und die Inkubationszeit (Dauer zwischen der Ansteckung und dem Krankheitsausbruch). Es gibt aber Grund zur Annahme, dass spezifisch in Grossbritannien zwischen 1980 und 1996 ein Risiko bestand, weil damals der Höhepunkt der BSE-Krise war.
Deshalb musste der Blutspendedienst SRK seinen Entscheid auf Wahrscheinlichkeitsüberlegungen abstützen: Je länger sich jemand zwischen 1980 und 1996 in Grossbritannien aufgehalten hat, desto grösser ist die Gefahr einer Ansteckung. Die Grenze wurde von den USA festgelegt, weil diese Aufenthaltsdauer am ehesten als verhältnismässig zum eingegangenen Risiko erschien. Die meisten anderen Länder haben diese Grenze von 6 Monaten ebenfalls übernommen.

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Warum werden Menschen, die sich längere Zeit in Grossbritannien aufgehalten haben, von der Blutspende ausgeschlossen?

In Grossbritannien sind bis zum Juli 2009 168 Menschen an der neuen Variante von Creutzfeld-Jakob (vCJD), die menschliche Form der BSE, erkrankt; in Frankreich 24 und in vielen anderen Ländern 1-2. Diese Zahlen können sich jederzeit verändern. Leider weiss man bis heute noch sehr wenig über diese Krankheit.

Da die Zahl der vCJD-Erkrankten in Grossbritannien kontinuierlich zunimmt und da eine Übertragung via Blut als möglich betrachtet wird, musste der Blutspendedienst SRK diese vorsorgliche Sicherheitsmassnahme schon im Jahre 2002 treffen und Leute, die sich zwischen 1980 und 1996 insgesamt mehr als 6 Monate in Grossbritannien aufgehalten haben, vom Blutspenden ausschliessen. In allen anderen europäischen Ländern sowie der USA und Kanada gelten gleiche oder ähnliche Massnahmen.

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Kann die Krankheit BSE (Rinderwahnsinns-erkrankung) via Blut übertragen werden?

Darüber gibt es bislang weder gesicherte Forschungs-erkenntnisse noch seriöse Vermutungen, da man über die Problematik BSE leider nach wie vor sehr wenig weiss. Man kennt nicht mal die Übertragungsarten (Rind zu Mensch & Mensch zu Mensch) und die Inkubationszeit (Dauer zwischen der Ansteckung und dem Krankheitsausbruch) bei Menschen.
In Grossbritannien sind bis zum Juli 2009 168 Menschen an der neuen Variante von Creutzfeld-Jakob (vCJD), die menschliche Form der BSE, erkrankt; in Frankreich 24 und in vielen anderen Ländern 1-2. Diese Zahlen können sich jederzeit verändern. Forscher aus aller Welt arbeiten daran, mehr über diese Krankheit zu erfahren. Der Blutspendedienst SRK denkt, dass eines Tages ein Testverfahren entwickelt werden kann, das die Krankheitserreger (die sogenannten Prionen) im Blut nachweist.

Kategorie: BSE und vCJD
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Warum wurde gerade der Zeitraum seit 1980 gewählt?

Dies hängt damit zusammen, dass in dieser Zeit die BSE-Problematik in Grossbritannien akut wurde. Kurz darauf wurde BSE auch in der Schweiz ein Thema.

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Werden Sie inskünftig noch genügend Blutspender haben?

Wir hoffen es und gehen eigentlich davon aus: Zwar gibt es saisonal bedingt (während der Sommerferien oder im Winter während der Grippezeit) immer wieder gewisse Engpässe, aber insgesamt ist die Schweiz glücklicherweise eines der wenigen Länder, das noch (mit regionalen Schwankungen) über genügend Blutspenden verfügt.
Falls die jetzt getroffenen Massnahmen zu Engpässen führen sollten, wird der Blutspendedienst SRK seine Werbeanstrengungen für Neuspender intensivieren müssen.

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Warum schliessen Sie treue Spender aus, wenn Sie doch zu wenig Blut haben?

Auf den ersten Blick sieht dies tatsächlich wie ein Widerspruch aus.
Doch zu unseren Aufgabe gehört nicht nur, den Schweizer Spitälern genügend Blutprodukte zur Verfügung zu stellen – unsere Aufgabe ist es auch, für eine möglichst hohe Sicherheit dieser Blutprodukte besorgt zu sein. Da die Sicherheit der Blutprodukte Vorrang haben muss, hat man sich für diese Massnahme entschieden.
Zudem verfügt unser Land insgesamt (mit regionalen Schwankungen) – abgesehen von saisonalen Engpässen wie Sommerferien oder der Grippezeit im Winter – glücklicherweise über genügend Blutspender.

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Wie gross ist die Gefahr, dass vCJD via Blut übertragbar ist?

Über die Krankheit BSE resp. deren menschliche Variante vCJD (Variante Creutzfeld-Jakob Erkrankung) wissen Wissenschaft und Forschung immer noch sehr wenig. Seit 1995 wurden in Grossbritannien 168 Fälle von vCJD beobachtet, zusätzlich 24 Fälle in Frankreich und 1-2 Fälle in vielen anderen Ländern. 
Untersuchungen lassen vermuten, dass es sich dabei um eine Übertragung des Erregers vom Rind auf den Menschen handelt, die am ehesten über Fleischkonsum geschieht. In der Schweiz gab es bislang keinen Fall von vCJD.

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Heisst dies, dass Personen, die mal Blut erhalten haben, krank sind?

Es gibt keinen Grund, dass Personen, die selbst Blut erhalten haben, sich Sorgen machen müssten. Dieser Entscheid bedeutet nicht, dass die nun ausgeschlossenen Spenderinnen und Spender krank sind.
Es handelt sich um eine rein vorsorgliche Sicherheitsmassnahme im Zusammenhang mit der möglichen Übertragbarkeit des vCJD-Erregers via Blut.

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Wie viele Personen sind davon betroffen?

Die durchgeführten Erhebungen lassen auf eine Zahl von rund 5 Prozent schliessen. Dies wären auf die Schweiz bezogen also rund 13’000 Personen der insgesamt etwa 270'000 Spenderinnen und Spender.

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Was ist der Zweck dieser Massnahme?

Die Sicherheit der Blutprodukte steht für den Blutspendedienst SRK im Zentrum. So lange Wissenschaft und Forschung nicht genügend über die Übertragbarkeiten von Krankheiten wie vCJD wissen, muss er deshalb vorsorgliche Sicherheits-massnahmen ergreifen.
Seit Dezember 2003 wurden in Grossbritannien 4 Fälle von vCJD-Erkrankungen festgestellt, die mit Bluttransfusionen in Zusammenhang gebracht werden. Der Entscheid wurde nun durch konkrete Verdachtsfälle bestätigt.
Aufgabe und Absicht des Blutspendedienstes ist es, die allfällige Weiterverbreitung von Krankheiten im Bereich der Bluttransfusion möglichst wirkungsvoll zu bekämpfen.

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Warum war dieser Beschluss erforderlich?

Die Blutspendedienste auf der ganzen Welt sind zunehmend mit der Problematik von Krankheiten konfrontiert, die eine sehr lange Inkubationszeit haben, d.h. einen Zeitraum von 15 und mehr Jahren zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit.
So lange Inkubationszeiten führen unter anderem dazu, dass man nicht schlüssig nachweisen kann, auf welche Arten solche Krankheiten übertragen werden können.
Im Zentrum der jetzigen Überlegungen steht vCJD (Variante Creutzfeld-Jakob-Erkrankung), bei der mit einer Inkubationszeit von mehr als 15 Jahren gerechnet werden muss. Hier gibt es gewisse (aber noch nicht erhärtete) Hinweise, dass eine Übertragung via Blut möglich sein könnte.

Kategorie: BSE und vCJD
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