Struktur des Blutspende SRK Schweizes
Stimmt es, dass Blut an die Plasmaindustrie verkauft wird?
Das bezieht sich nur auf denjenigen Teil des Blutplasmas, der aufgrund von Kapazitätsmängeln nicht selbst weiterverarbeitet werden kann. Das gespendete Blut enthält je etwa zur Hälfte Zellbestandteile und Plasma. In diese beiden Hauptbestandteile wird das Blut aufgeteilt. Zellkonserven und gefrorenes Frischplasma werden dann an die Spitäler geliefert. Aus dem übrigen Plasma werden in komplizierten Verfahren Spezialpräparate hergestellt. Lediglich ein Teil des Plasmas sowie Zwischenprodukte, die aufgrund fehlender technischer Möglichkeiten oder Kapazitäten nicht bei der Blutspende SRK Schweiz weiterverarbeitet werden können, werden an pharmazeutische Unternehmen abgegeben.
Wo und wann kann ich Blutspenden?
Ganz in Ihrer Nähe und auch zu dem Zeitpunkt, der Ihnen passt! Der Blutspende SRK Schweiz sind ca. 60 Blutspendezentren in der ganzen Schweiz angeschlossen. Zusätzlich führen Mobile Equipen in Zusammenarbeit mit den Samaritervereinen regelmässig Blutspendeaktionen in zahlreichen Ortschaften durch.
Will diese Aktiengesellschaft Geld verdienen?
Keineswegs. Sämtliche Organisationen des Schweizer Blutspendewesens – die regionale Blutspende SRK Schweiz und die nationale Blutspende SRK Schweiz – sind gemeinnützige Organisationen, zumeist Stiftungen. Das bedeutet, dass sie schon alleine von Gesetzes wegen keinen Gewinn ausschütten dürfen. Daran ändert sich auch mit der Rechtsform der gemeinnützigen Aktiengesellschaft nichts. Die Blutspende SRK Schweiz gibt ihre Blutprodukte zu kostendeckenden Preisen an die Spitäler ab. Die Preise dieser Blutprodukte werden übrigens nicht etwa von uns, sondern von den Bundesbehörden festgelegt.
Warum wurde der Blutspendedienst zur Aktiengesellschaft?
Er wurde zu einer gemeinnützigen Aktiengesellschaft, da damit auch eine wichtige Präzisierung verbunden ist. Denn mit einer gemeinnützigen Aktiengesellschaft sind Aufgaben wie die Kontrolle, das Erteilen von Leistungsaufträgen und die Kontrolle der Finanzen viel besser zu bewerkstelligen als in der früheren Form eines Vereins.
Weshalb eine "nationale Steuerung der Blutbeschaffung"?
Bei der Blutbeschaffung wird nun gesamtschweizerisch geplant, welche Blutgruppe und wie viel Blut in welcher Region erforderlich ist. Wenn eine Region von einem Blutprodukt dann zu wenig oder zu viel hat, wird der Austausch mit einer anderen Region dadurch viel einfacher.
