«Ich habe Blut erhalten»

Franco G., Wettingen: Ein Geburtsfehler und unerwartete Komplikationen

Dass ich einmal Blut brauchen würde, daran hätte ich nie im Traum gedacht. Nicht einmal dann, als ich vor gut einem Jahr wegen Herzproblemen meinen Hausarzt aufsuchte. Bald einmal stand fest, dass meine Aortenklappe zu 60 Prozent defekt war. Ein Geburtsfehler den relativ viele Menschen haben.

In einer Operation sollte diese Klappe ersetzt werden. Doch irgendwie gab es Komplikationen, und mein ganzes System brach zusammen. Sechs Wochen lang lag ich im Koma.

Acht mal musste ich operiert werden, war zeitweilig an ein Kunstherz angeschlossen, und habe schliesslich ein Spenderherz erhalten. Insgesamt musste man mir gegen 300 Blutkonserven geben – 300 Menschen mussten also Blut spenden, damit ich überlebte.

Carmen, Rodersdorf: Eigentlich verlief die Operation erfolgreich ...

Vor zwei Jahren entdeckten die Ärzte bei mir eine massive Verkrümmung der Wirbelsäule (Skoliose). Zuerst wurde versucht, mittels Physiotherapie und mit dem Tragen eines Korsetts eine weitere Krümmungszunahme zu verhindern. Dies war leider nicht möglich und so musste ich operiert werden.

Die neunstündige Operation vor einem halben Jahr in der Klinik Balgrist in Zürich verlief sehr gut. Da meine Blutwerte aber anschliessend zu tief waren, bekam ich zwei Einheiten Fremdblut.

Nach der Operation durfte ich am dritten Tag schon kurz aufstehen, musste aber zwei Wochen im Spital bleiben. In der ersten Zeit Zuhause hatte ich oft Schmerzen beim Sitzen und konnte deshalb nur selten zur Schule gehen.

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