Das Drei-Säulen-Prinzip der Sicherheit
Die Sicherheit bei der Blutspende beruht auf drei Säulen:
- Das Verfahren des Blutspendens an sich
- Befragung der Spender
- Tests nach erfolgter Blutspende
1. Zum Verfahren der Blutspende
Kein Geld für den Spender
Zahlreiche Vergleiche haben belegt, dass die Unentgeltlichkeit - und damit der Verzicht der Spender auf materielle Anreize - ein wesentlicher Sicherheitsfaktor ist. Hinzu kommen: Freiwilligkeit, sorgfältige Spenderauswahl sowie Dauerspender, die über Jahre und teilweise Jahrzehnte regelmässig spenden. Dass es für das Blutspenden also kein Geld gibt, hängt nicht damit zusammen, dass die Blutspende SRK Schweiz Kosten sparen möchte - diese Regelung liegt vielmehr im ureigensten Interesse von Spender und Empfänger.
2. Befragung der Spender
Anhand des Fragebogens (PDF) sowie weiterer Abklärungen durch das medizinische Fachpersonal in den Blutspendezentren wird abgeklärt, ob für Spender oder Empfänger ein Risiko besteht. Das ist auch der Grund, weshalb im Fragebogen beispielsweise Angaben über vergangene Krankheiten, erfolgte Operationen, usw. gemacht werden müssen.
Zwei Beispiele sollen verdeutlichen, warum dies so wichtig ist:
- Ein Herzinfarkt, selbst wenn er Jahre zurückliegt, kann zu Komplikationen während dem Blutspenden führen.
- Eine Ansteckung mit Malaria kann selbst Monate nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet unerkannt bleiben - und trotzdem würde das Blut des betreffenden Spenders die Malaria auf den Empfänger übertragen.
3. Umfangreiche medizinische Tests
Schon während der Entnahme erhält jede Vollblutspende einen Aufkleber mit einer Nummer. Ein kleiner Teil des abgenommenen Blutes fliesst in Teströhrchen, welche dieselbe Nummer tragen. Das Blut in diesen Teströhrchen wird im Labor zahlreichen Tests unterzogen:
- AB0-Blutgruppe und Rhesus-Faktor D
- Erythrozytäre Antikörper
- Hepatitis B
- Hepatitis C
- HIV
- Syphilis
Blut mit positivem Testbefund wird unverzüglich vernichtet.


