Exportprogramm Griechenland
In der Schweiz ist es nicht möglich gänzlich auf eine physische Reserve an Blutprodukten zu verzichten. Unter anderem deswegen, weil aufgrund von Testung und Verarbeitung rund 1 bis 2 Tage vergehen, bis das gespendete Blut einem Patienten zur Verfügung steht.
Deshalb werden monatlich rund 2’500 Erythrozytenkonzentrate (EK) mehr hergestellt als auf Grundlage des zu erwartenden Bedarfs der Spitäler nötig wären. Lieferungen bis zu dieser Maximalmenge können im Rahmen eines Hilfsprogrammes nach Griechenland exportiert werden. Wegen der kurzen Haltbarkeitsdauer müssten diese EK ansonsten vernichtet werden.
Voraussetzung dafür ist, dass für die exportierten EK aktuell kein Bedarf in der Schweiz besteht. Der Bedarf der Schweizer Spitäler hat also in jedem Fall Vorrang. Tatsächlich kommt es immer wieder vor, dass geplante Lieferungen nach Griechenland zurückgestellt werden.
Ihren Auftrag erfüllt die Blutspende SRK Schweiz mit einer Vielzahl von Massnahmen im Bereich Blutbeschaffung. Das Exportprogramm nach Griechenland ist eine dieser Massnahmen. Dabei handelt es sich um eine echte win-win-Situation, die für alle Beteiligten Vorteile mit sich bringt.

