«Einmal im Leben etwas wirklich Gutes tun»

17.06.2019

Zwei Schwestern registrieren sich als mögliche Blutstammzellspenderinnen. Und tatsächlich können sie beide innerhalb von vier Jahren ihre Stammzellen spenden. Beide haben einen besonderen Grund, warum sie sich registriert hatten. Die Geschichte von Denise Mosimann und Sandra Rickli.

Denise Mosimann (links) und ihre Schwester Sandra Rickli sind sehr naturverbunden.

 

Äusserlich erkennt man sie nicht auf den ersten Blick als Schwestern. Auch sonst sind sie in vielen Dingen «grundverschieden». Und doch: sie sind beste Freundinnen, engste Vertraute und einfach gerne in der Gesellschaft der anderen: Denise Mosimann, 54, und ihre um ein Jahr jüngere Schwester Sandra Rickli, beide wohnhaft im Kanton Bern und sehr naturverbunden.

 

Im Schweizer Register für Blutstammzellspender haben sich beide vor rund dreissig Jahren registrieren lassen. Sie gehören damit wohl zu den ersten Registrierten überhaupt. Der Ausschlag dazu gab eine weitere Parallele in ihrem Leben: der Bruder eines Arbeitskollegen von Sandra Rickli starb an Leukämie. Und Denise Mosimanns erster Schulschatz starb mit 15 Jahren an dieser schweren Krankheit.

«Es ist grundsätzlich eine schöne Sache, anderen Menschen zu helfen», sagt Sandra Rickli zu ihrer Motivation, sich registrieren zu lassen. «Seit vielen Jahren spende ich auch regelmässig Blut».

 

«Schade, kann ich nicht spenden»

2013 war es soweit: Sandra Ricklis Gewebemerkmale passten auf einen Menschen, der an Leukämie oder einer anderen schweren Krankheit des Blutbildes erkrankt war. Sie wurde zu einer peripheren Spende nach Basel geladen. Und ihre Schwester Denise begleitete sie auf dieser besonderen Reise. Diese erinnert sich: «Ich war stolz, bei diesem Anlass dabei zu sein und dachte insgeheim, schade, kann ich nicht spenden. Aber näher komme ich wohl kaum dazu, etwas so Gutes für einen Mitmenschen zu tun.»

 

Da täuschte sich Denise Mosimann. Vier Jahre später kehrte sich das Szenario um. Nun passten ihre Gewerbemerkmale zu einem kranken Menschen, nun reiste sie für eine periphere Spende nach Basel, und nun wurde sie von ihrer Schwester begleitet. Sandra Rickli sagt zu diesem Moment: «Es war schon sehr speziell, ich freute mich sehr für Denise, wusste ich doch um ihre Gefühle.» Und es war selbstverständlich, sie nun zu begleiten.

 

Bei beiden Schwestern verlief die Spende ohne Komplikationen. Sie erinnern sich an eine angenehme Betreuung und Atmosphäre im Spital und sagen unisono: «Was ist es schon, sich ein paar Stunden still zu halten, wenn man damit hilft, ein Leben zu retten, zu verlängern oder angenehmer zu gestalten?» Eine rhetorische Frage.

Deshalb sagen auch beide wie aus einem Munde zu Menschen, die noch nicht registriert sind: «Mit einem kleinen Aufwand kann man grosses Bewirken. Und es gibt einem das Gefühl, im Leben einmal etwas wirklich Gutes getan zu haben.»

 

Jetzt als Blutstammzellspender/in registrieren: www.sbsc.ch/registrierung

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SPENDE BLUT – RETTE LEBEN