«Die Zusammenarbeit mit den Samaritervereinen ist enorm wertvoll»

17.05.2019

Eindrücklich zeigt dies die Statistik: 2018 wurden von insgesamt 1'859 mobilen Blutspendeaktionen 1'442 zusammen mit  Samaritervereinen durchgeführt. «Die Samariterinnen und Samariter sind zahlenmässig die grösste Gruppe, die uns unterstützt», sagt Anita Tschaggelar, Leiterin der Abteilung Blutspende bei Blutspende SRK Schweiz.

Anita Tschaggelar, Leiterin Blutspende bei Blutspende SRK Schweiz.

 
Erfahrung, Abdeckung der ländlichen Gebiete, beste Vernetzung in den Gemeinden: all diese Vorteile führen zur wichtigen Partnerschaft zwischen den Samaritervereinen und der Blutspende SRK Schweiz, die für die nationale Blutbeschaffung verantwortlich ist. Verantwortlich also auch, dass die Versorgung mit allen Blutgruppen zu jeder Zeit gewährleistet ist. Eine Aufgabe, die Anita Tschaggelar koordiniert, zusammen mit den elf regionalen Blutspendediensten im Land – und eben, als wichtigste Partner für die mobilen Blutspendeaktionen, den Samaritervereinen.

«Sie übernehmen die ganze Planung von der Absprache mit der Gemeinde, der Raumplanung bis zur Organisation der Verpflegung», zählt Anita Tschaggelar auf. «Es braucht grosse Zuverlässigkeit, Verlässlichkeit und auch Flexibilität». Denn seit einigen Jahren gilt die Devise: häufigere Blutspendenanlässe mit weniger Spenden auf einmal. Das gewährleistet aus Erfahrung die beste Blutversorgung, ohne mit dem wertvollen Lebenssaft verschwenderisch umzugehen. Denn Blut hat nur eine sehr beschränkte Haltbarkeit.

   

Ohne Samaritervereine wäre die Blutversorgung in der Schweiz nicht mehr reibungslos gewährleistet.

 

Sowohl bei den Samaritervereinen als auch bei den Blutspendenden ist genau dies das Problem -  es gibt zu wenig jungen Nachwuchs. Anita Tschaggelar kennt sich auf beiden Seiten aus, ist sie doch selber Mitglied in einem Samariterverein. Sie hat ein paar Ideen, welche beiden Seiten helfen könnten: «Eine Blutspendeaktion ist eine super Plattform für die Samaritervereine», sagt sie aus Erfahrung. «Es kann um Neumitglieder für Vereine und um neue Blutspender geworben werden.» Profilierungsmöglichkeiten gibt es einige: zum Beispiel mit feiner Verpflegung – als Wertschätzung für alle, die zur Spende kommen. Oder mit der Gestaltung der Räumlichkeiten, ein paar Blumen, dem Kreieren einer angenehmen Atmosphäre. «Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass dies sehr geschätzt wird», sagt die Fachfrau.

Eine andere Möglichkeit ist das Sponsoring. Anita Tschaggelar kennt Vereine, die sich die Verpflegung zum Beispiel von lokalen Unternehmen sponsern lassen. Andere spannen mit der Gemeinde zusammen, damit die 18jährigen Jungbürgerinnen und Jungbürger Informationsmaterial über den lokalen Samariterverein erhalten. Um dem Nachwuchsproblem auf beiden Seiten entgegenzuwirken empfiehlt Anita Tschaggelar, zum Beispiel Schulklassen einzubinden: «An Blutspendeaktionen können sich auch Menschen ohne medizinisches Wissen sehr nützlich machen.»

Anita Tschaggelar zieht folgendes Fazit: «Ohne Samaritervereine und ohne Blutspenderinnen und –spender wäre in der Schweiz die Blutversorgung nicht mehr reibungslos gewährleistet. Umso wichtiger, dass wir gemeinsam neue Wege gehen und Synergien nutzen.»

 

Blut spenden in Ihrer Nähe: www.blutspende.ch/termine

www.sqs.ch www.zewo.ch wmda
 
SPENDE BLUT – RETTE LEBEN