Wenn Hilfsbereitschaft ansteckend wie Schnupfen ist

07.03.2018

Zugegeben: Blutspenden und Erkältungen gehen nicht gut zusammen. Das war auch am Blutspendetag in der Rekrutenschule in Wangen a. A. Ende Februar so: nicht alle die wollten, konnten Blut spenden. Warum dennoch eine ansteckende Hilfsbereitschaft spürbar war, lesen Sie hier.


Grosse Solidarität: Statt Blut zu spenden liessen sich viele Rekruten als Blutstammzellspender registrieren.

Zwei Kompanien à je rund 270 Rekruten werden zurzeit in der Kaserne in Wangen a. A. ausgebildet. An einem der eisig-kalten Februartage fand eine Blutspendeaktion statt, minutiös und professionnell vorbereitet und durchgeführt von den regionalen Blutspendediensten und Mitgliedern des örtlichen Samaritervereins.

Für viele junge Männer, die an diesem Tag hätten Blut spenden wollen, machte eine Erkältung einen Strich durch die Rechnung. Denn wer einen Schnupfen hat oder gerade davon genesen ist, darf nicht Blut spenden. Zur gleichen Zeit führte die Blutspende SRK Schweiz in der Kaserne auch eine Registrierungsaktion für Blutstammzellspender durch. Und das war eine glückliche Kombination.

Denn viele Rekruten, die nicht But spenden konnten, standen bei der Registrierungsaktion an – sie wurde ein voller Erfolg: 43 junge Männer und Frauen liessen sich als Blutstammzellspender registrieren.



Für Vigani (links) ist die Registrierung selbstverständlich.

Und die Hilfsbereitschaft unter den jungen Menschen war beeindruckend. So sagte etwa Vigani Cerda Lara, 23: „Es ist doch normal, anderen zu helfen, vor allem, wenn man selber gesund ist. Auch meine Schwester und mein Bruder sind registriert.“ Auch für den 19-jährigen Jens Willi und seinen gleichaltrigen Kumpel Robin Studer ist sonnenklar: „Es ist ein kleiner Aufwand, der Leben retten kann. Das sich registrieren lassen sollte selbstverständlich sein.“


 Jens und Robin haben sich gemeinsam registriert.


Das findet auch Sandra Kuhn, 23, eine von rund 20 Rekrutinnen in der RS von Wangen a.A. Sie ist angehende Rettungssanitäterin. Für sie ist die Registrierung ein klares und deutliches Ja, als Spenderin zur Verfügung zu stehen, auch wenn dies vielleicht erst in fünf, zehn oder zwanzig Jahren der Fall sein wird.



Die angehende Rettungssanitäterin Sandra wäre auch in 20 Jahren noch bereit für eine Spende.

So viel Hilfsbereitschaft ist schön! Und nächstes Mal geht es bestimmt auch wieder zur Blutspende, wenn die Erkältung – und vielleicht auch die RS – vorbei ist.

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SPENDE BLUT – RETTE LEBEN