Cédric nimmt’s gelassen

02.10.2019

Der 23-Jährige Medizinstudent hat sich vor drei Jahren an der Uni als Blutstammzellspender registriert und durfte vor kurzem tatsächlich spenden. Wir haben Cédric dabei begleitet und mit Fragen gelöchert.


Foto: Cédric meldet sich im Unispital Zürich für die Blutstammzellspende-Entnahme an.

Cédric, du scheinst ruhig und gelassen. Wie hast du dich heute Morgen gefühlt, als du aus dem Haus musstest?

Eigentlich ganz normal, ich war auch nicht nervös. Ich habe vor allem an den Empfänger oder die Empfängerin gedacht und wie er oder sie sich jetzt fühlen muss.

Wie war der Moment für dich, als du erfahren hast, dass du als Spender infrage kommst?

Ich war überrascht, da in der Schweiz die Chance im Grunde relativ klein ist, dass man als Spender ausgewählt wird. Zudem wurde ich letzten Sommer schon als geeigneter Spender kontaktiert und war auch bereits bei den Voruntersuchungen. Die Spende musste dann aus unbekannten Gründen wieder abgesagt werden. Dass ich dieses Jahr wieder einen Anruf bekam, war dann umso überraschender! Ich freute mich aber sehr, dass ich wieder helfen konnte. Ein grosser Zufall ist auch, dass ein Freund von mir vor eineinhalb Jahren auch gespendet hat. 


Foto: Die Spende kann beginnen, der zweite Zugang ist gelegt. Cédric wird von Alessia Iuliano über jeden Schritt genauestens aufgeklärt.

Auf was musstest du vor der Spende achten?

Das Datum der Spende war schon relativ früh bekannt, deshalb musste ich meinen Alltag nicht gross umstellen. Ich konnte vorher sogar noch in die geplanten Ferien. Dort habe ich einfach täglich meine Mails gecheckt.

Fünf Tage vor der Spende musste ich mir zweimal pro Tag eine Spritze mit Wachstumsfaktoren in den Oberschenkel verabreichen, damit sich die Blutstammzellen in meinem Knochenmark vermehren und in den Blutkreislauf ausgeschüttet werden. Aber dies war für mich eigentlich kein Problem, ich habe danach nur im Kreuz etwas Druck verspürt.

Die Spende hat schliesslich sechs Stunden gedauert. Was hast du währenddessen gemacht?

Nach dem netten Interview habe ich einen guten Film geschaut. Irgendwann bin ich eingeschlafen und die Zeit ging dann doch recht schnell vorbei. 


Foto: Reden, Film schauen und Schlafen: so verbringt Cédric die sechsstündige Spende.

Wie hast du dich nach der Spende gefühlt?

Recht gut! Natürlich war ich sehr froh, dass alles wie geplant verlief. Es konnten genügend Stammzellen für den Empfänger mobilisiert und gewonnen werden. Ich war wirklich glücklich, dass die Spende erfolgreich war. Unmittelbar nach der Spende war ich ein wenig müde, konnte aber den restlichen Tag noch geniessen. Am Abend konnte ich dann wunderbar einschlafen.

 

Was möchtest du den Leuten mitgeben, die sich noch nicht registriert haben?

Bei vielen Krankheiten ist eine Transplantation von Blutstammzellen die letzte Heilungschance und es gibt nach wie vor zu wenig Menschen, die sich als Spender zur Verfügung stellen. Als Spender kann ich es allen empfehlen, bei mir verlief alles ohne Probleme und ohne Schmerzen. Ich würde es sofort wieder tun!

 

Möchtest auch du jemandem helfen? Dann registriere dich jetzt unter www.sbsc.ch/registrierung.

 

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