„Gemeinsam gegen Leukämie“ mit Musik, Humor und Poesie

16.10.2017 Blogbeitrag von: Seline Stäger 0 Kommentare

Der Komiker und Künstler Thomas Leuenberger, alias Baldrian, erkrankte vor rund 5 Jahren an Leukämie. Nach seiner Krankheit hatte er das Bedürfnis, seine Erfahrungen weiterzugeben. Am 26. Oktober führt er mit seinen Künstlerkollegen Wädi Gysi und Mich Gerber ein Varieté zugunsten des Engagements „Gemeinsam gegen Leukämie“ in Bern auf.



Steckbrief:

Künstlername: Baldrian
Name: Thomas Leuenberger
Alter: 58
Beruf: Komiker
Besonderes: Baldrian bekam 2016 den Anerkennungspreis der Krebsliga Schweiz für seine tiefgründige und humorvolle Auseinandersetzung mit der Krebserkrankung. Im Oktober 2017 führt er eine Benefizveranstaltung zugunsten der Blutstammzellspende auf.


Herr Leuenberger, Sie sind seit über 30 Jahren als Komiker tätig. Wussten Sie schon in der Schulzeit, dass Sie später einmal auf der Bühne stehen und die Leute zum Lachen bringen würden?
Ich versuchte schon als Kind lustig zu sein, aber damals habe ich noch keine Gage erhalten, musste höchstens vor die Türe. In jungen Jahren bin ich dann als Strassenkünstler aufgetreten. Doch ich hätte nicht gedacht, dass ich mal auf grossen Bühnen stehen würde. Es ist ein Geschenk, wenn man sein Hobby zum Beruf machen darf.

Sie sagen: „Stressen und hetzen ist für Anfänger. Ich nehme mir Zeit, darum habe ich mehr“. Weshalb ist das Thema „Entschleunigung“ und „Langsamkeit“ so wichtig und ein zentrales Thema bei Ihren Auftritten?
Es braucht heute einen Gegenpol zu der schnelllebigen Zeit, in der es immer noch schneller, grösser und höher gehen muss. Im Burnout-Zeitalter hat man das Gefühl, dass viele Menschen möglichst schnell mit ihrem Leben fertig sein wollen. Da kann ich nur sagen: Wer langsamer lebt, ist auch später tot.

Nach Ihrer Krankheit setzten Sie sich in Ihren Auftritten mit dem Thema Krebs auseinander, zum Beispiel in den Referaten „Humor trotz Krebs“. Nun führen Sie im Oktober in Bern eine Benefizveranstaltung für die Blutstammzellspende durch. Was war Ihre Motivation dafür?
Ich wusste schon während meiner Krankheit, dass ich mich, wenn alles gut gehen würde, engagieren will. Wenn ich nur durch das Erzählen meiner Geschichte, also aus Sicht eines Patienten, etwas auslösen kann, freut mich das sehr. Ich erhalte seit rund vier Jahren auf mein persönliches Referat viele berührende Rückmeldungen, sei es von Betroffenen oder Fachleuten. Offen über solche Schicksale zu sprechen verbindet und lässt die Gesellschaft erfahren, was es braucht. Wie zum Beispiel Blutstammzellspender. Das ist genug Motivation für mich.

Können Sie schon mehr darüber verraten, was die Zuschauer am Varieté erwartet?
Es gibt eine ordentliche Portion Entschleunigung, umrahmt von Humor und harmonischer Live-Musik, sowie eine fachkundige Moderatorin. Ich kann nur so viel versprechen: Wer gestresst reinkommt, braucht keine Baldriantropfen mehr zum Einschlafen. Es gibt u.a. auch Entschleunigungstipps für den Hausgebrauch. Ich hoffe, dass sich sehr viele Leute für diesen guten Zweck ZEIT nehmen.

Wer an der Teilnahme am Varieté vom 26. Oktober interessiert ist, kann noch Tickets online bestellen: www.sbsc.ch/baldrian 

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