Während der Arbeitszeit Gutes tun – am Beispiel Aldi

22.05.2018

Bei ALDI SUISSE paaren sich gesellschaftliches Engagement einer Firma mit der persönlichen Geschichte einer Mitarbeiterin. Ein Gespräch mit Stefanie Ulas, die ihrem Bruder mit einer Blutstammzellspende das Leben retten konnte.


Foto (v.l.n.r): Monika Marbacher (Leiterin Donor Center SBSC), Stefanie Ulas (Zentraleinkauf ALDI Suisse), Bettina Degen (Corporate Responsibility ALDI Suisse)

Stefanie Ulas, Sie haben vor vier Jahren für Ihren Bruder Blutstammzellen gespendet. Wie geht es ihm heute?

Mein Bruder ist wieder ganz gesund und sogar medikamentenfrei. Er macht sehr viel Sport und hat keinerlei Einschränkungen in seinem Leben. Einzig sein etwas geschwächtes Immunsystem führt öfters zu Erkältungen.

Wie hat dieses Ereignis – die Krankheit Ihres Bruders und Ihre Spende – Ihr Leben geprägt?
Es war eine sehr schwere Zeit für die ganze Familie. Wir sind dadurch stärker zusammengerückt und schätzen das Gesundsein nun alle viel mehr. Ich bin unglaublich dankbar, dass ich überhaupt als Spenderin in Frage gekommen bin und die Transplantation gut verlaufen ist. Hätte ich nicht spenden können, hätte ich mir gewünscht, dass sich irgendjemand anderes auf der Welt für die Blutstammzellenspende registriert und gepasst hätte.

Gab es dadurch ein grundsätzliches Umdenken? Eine andere Sicht auf die Welt und das Leben?
Als ich erfahren habe, dass mein Bruder so krank ist, hatte auf einmal nichts anderes mehr eine Rolle gespielt. Es wird einem bewusst, dass die Dinge die man sonst als so wichtig empfindet, plötzlich zur Nebensache werden, wenn man nicht gesund ist.

Sie arbeiten bei Aldi – was ist dort genau Ihre Funktion?
Ich bin Assistentin im Zentraleinkauf und bin dort für den Einkauf von Schokolade, Pralinen und die saisonalen Süsswaren zu Ostern und Weihnachten zuständig.

Aldi veranstaltete kürzlich eine Registrierungsaktion. Es war nicht die erste. Die Firma ist seit einigen Jahren auch sehr engagiert in der Unterstützung unserer Blutspende-Kampagnen. Woher kommt dieses soziale Engagement?
Gemeinsam unterstützen wir bei ALDI SUISSE die Ziele von Blutspende SRK Schweiz – nicht nur mit finanziellen Mitteln, sondern auch mit ganz persönlichem Einsatz. So konnten sich zuletzt im April alle interessierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Haupt- und Zweigniederlassung in Schwarzenbach über die freiwillige Registrierungsaktion zur Blutstammzellspende durch die Swiss Blood Stem Cell (SBSC) informieren und direkt registrieren lassen.

Und warum setzt Aldi seinen Schwerpunkt gerade bei der Blutstammzell- und Blutspende?
Als Schweizer Unternehmen setzt sich ALDI SUISSE für die Gesellschaft ein. Ein Teil des sozialen Engagements ist die Partnerschaft mit dem SRK. Da jeder Tropfen zählt, motiviert ALDI SUISSE die rund 3000 Mitarbeitenden zur Blutstammzell- und Blutspende. Man kann nie wissen, wann man selbst in eine lebensbedrohliche Situation gerät, in der man auf Hilfe von anderen angewiesen ist. ALDI SUISSE erreicht über das Kundenmagazin ALDI Woche und am diesjährigen Tag der Tat am 15. September 2018 vor den Filialen auch die Kundinnen und Kunden. So können wir weitere Menschen aus unserem Umfeld zum Blutspenden inspirieren sowie zu einer Blutstammzellregistration ermutigen.

Wie reagierten Ihre Arbeitskolleginnen und –kollegen auf die Registrierungsaktion?
Ich war an diesem Tag vor Ort, um meine Erfahrung als Blutstammzellspenderin mit meinen Kolleginnen und Kollegen zu teilen und auch, um ihnen allfällige Vorbehalte zu nehmen. Für viele war es auch die perfekte Kombination, erst Blut zu spenden und dann bei Kaffee und Sandwich über die Registration und die Blutstammzellspende zu plaudern. Ich finde auch die Geste schön, dass ALDI SUISSE für jeden neu registrierten Mitarbeitenden 140 Schweizer Franken an SBSC spendet und somit die Kosten für die Registrierung vollständig übernimmt.

Was würden Sie anderen Firmen, die eine ähnliche Aktion durchführen möchten, empfehlen?
Einfach machen! Eine Blutstammzellspende ist für viele Menschen mit lebensbedrohlichen Blutkrankheiten wie Leukämie oft die einzige Chance auf Heilung. Die Solidarität und das Interesse in der Belegschaft sind meist viel grösser als man vermutet. Ausserdem ist es bei einer solchen Aktion ganz einfach zu helfen, da sich während der Arbeitszeit etwas Gutes tun lässt – das gemeinsame Engagement verbindet!

 

Kontakt für Interessierte: engagement@sbsc.ch 

www.sqs.ch www.zewo.ch
 
GEMEINSAM GEGEN LEUKAEMIE