MIT KLEINEM AUFWAND EIN LEBEN RETTEN

 

Thomas Hadorn, du konntest im Jahr 2015 Blutstammzellen spenden. Wie ist es dazu gekommen?

Vor ungefähr 3 Jahren wollte ich während meiner Zeit in der Rekrutenschule Blut spenden, da ich wusste, dass es wichtig ist. Leider hatte ich eine Erkältung und durfte deshalb nicht spenden. Stattdessen wurde ich auf die Blutstammzellspende aufmerksam gemacht. Ich war schnell überzeugt und habe mich registriert, da mit einem sehr kleinen Aufwand vielleicht ein Leben gerettet werden kann.

Etwa ein halbes Jahr später erhielt ich von SBSC die Nachricht, dass ich als Spender infrage käme. Ich war etwas überrascht, sagte aber nach ein paar Abklärungen mit den Vorgesetzten gerne zu. Nach den medizinischen Untersuchungen und Vorgesprächen sass ich eines schönen Sommertages im Unispital Basel und wartete auf den Moment der Spende.

Die Blutstammzellspende lief ähnlich wie eine Blutspende ab. Es war nicht schmerzhaft und an das Warten ist man sich aus dem Militär gewöhnt. Eine Nadel in beiden Armen ist etwas einschränkend, doch man hält es gut aus. Meine Freundin begleitete mich und so hatte ich jemanden dabei, der mich unterhalten konnte.

Nach der Spende konnte ich mich zwei Tage in der Krankenabteilung der RS erholen. Ich habe viel geschlafen und getrunken, bald ging es mir wieder gut. Keine Woche später begann der KVK, welcher mich auf die kommenden Rekruten vorbereitete. Da spürte ich bereits keine Müdigkeit oder Ähnliches mehr.

 

Hast du vorher schon einmal von der Blutstammzellspende gehört?

Ich habe vorher noch nichts davon gehört. Neben dem Zweck überzeugte mich besonders der kleine Aufwand. Mit einem Wattestäbchen ein wenig Mundschleimhaut abgeben, die Adresse aufschreiben und fertig.

 

Würdest du es wieder tun?

Ich würde es auf jeden Fall wieder machen. Der Aufwand ist relativ klein, man kann damit einem andern Mensch und seiner Familie helfen. Wenn ich in einer solchen Situation wäre, wäre ich genau so froh um diese Hilfe.

www.sqs.ch www.zewo.ch wmda
 
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