Der Patient wird transplantiert

Die Transplantation von Blutstammzellen erfolgt nur in darauf spezialisierten Spitälern. Die medizinische Vorbereitung des Patienten richtet sich primär nach der Art und dem Stadium der Krankheit. Sie hat zum Ziel, die kranken, blutbildenden Stammzellen zu eliminieren und dadurch Platz für neue zu schaffen. Dies geschieht entweder durch Chemotherapie und/oder durch Ganzkörperbestrahlung.

Die neuen Blutstammzellen werden dem Patienten wie bei einer Bluttransfusion intravenös verabreicht. Dabei sind die sogenannten «Homing-Rezeptoren» dafür verantwortlich, dass die Blutstammzellen den Weg vom Blut ins Knochenmark finden. Hier sollen sie sich vermehren und nach zwei bis vier Wochen neue rote und weisse Blutkörperchen sowie Blutplättchen bilden.

Die Heilung hängt unter anderem vom Erfolg der vorgängigen Therapie ab. Relevant ist weiter, dass die gesunden Spenderzellen vom Patienten angenommen werden und es zu keinen Nebenwirkungen kommt.



Bild: Wie bei einer Bluttransfusion werden dem Patienten die Blutstammzellen intravenös verabreicht.

Ebenfalls von zentraler Bedeutung bei der Transplantation ist der zeitliche Faktor: Weil die Blutstammzellen ausserhalb des Körpers sehr kurzlebig sind, müssen Entnahme und Transfusion so aufeinander abgestimmt werden, dass die entnommenen Blutstammzellen spätestens innerhalb von 48 bis maximal 72 Stunden transfundiert werden – selbst wenn der Transport über Tausende von Kilometern erfolgt.

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