«Ich schätze es, jeden Tag aufzuwachen»

Das Schicksal der leukämiekranken Cynthia (15) bewegt viele Menschen in der Schweiz. Kurz nach einer beeindruckenden Welle der Solidarität wurde für sie eine passende Spende gefunden: über 1’250 Menschen hatten sich als neue Blutstammzellspender registrieren lassen! Rund drei Monate nach der Transplantation waren wir mit Cynthia in Kontakt.



Cynthia, wie geht es dir?
Im Moment geht es mir gut! Ich fühle mich, als wenn ich gestorben und wiedergeboren worden wäre. Genau das ist mir ja eigentlich auch passiert. Manchmal habe ich auch weniger gute Tage.

 

Insgesamt musstest du ein halbes Jahr im Spital verbringen. Wie war es, als du endlich nach Hause durftest?
Es war es ein Moment der Freude, der mit vielen guten Erinnerungen verbunden ist. Zwei davon möchte ich erzählen: Ich wurde in einer rosaroten Limousine nach Hause chauffiert. Und als ich meine Zimmertür öffnete, stiess ich auf ein wunderschönes Prinzessinnen-Zimmer! Das wollte ich schon immer, und dank zwei ganz speziellen Menschen wurde mir dieser Wunsch nun erfüllt. Jetzt habe ich also einen weiteren Wunsch, der in Erfüllung gegangen ist.



Foto: «Abholservice» mit der rosaroten Limousine.

Gibt es noch andere Freudenmomente?
Oh ja, viele! Die Tatsache, dass ich vor drei Monaten in einem Krankenhausbett aufgewacht bin und heute in meinem Zimmer und meinem eigenen Bett schlafen darf… das allein macht mich glücklich. Obwohl ich das ganze medizinische Personal im Krankenhaus auch sehr vermisse. Für mich war es wie eine zweite Familie, die ständig um mich war und sich die ganze Zeit um mich gekümmert hat. Auch erinnere mich gerne an die anderen kranken Kinder im Spital, die so stark sein mussten wie ich. Wenn ich an sie denke, wie sie im Spital hin und her rannten, immer ein Lächeln im Gesicht, dann muss ich automatisch auch lächeln- oder manchmal sogar laut lachen.
Leider gab es auch ein paar Dinge, die mich ein wenig traurig gemacht haben. Es gab Freunde, die meine Krankheit ausnutzten, um selber zu profitieren. Andere Freunde habe ich ganz verloren. Aber das spielt jetzt keine Rolle.
 


Foto: „Ich danke Gott für alles“: Cynthia freut sich über jeden neuen Tag.

 

Wie wirst du Weihnachten verbringen?
Mein Weihnachtsfest in diesem Jahr wird etwas ganz Besonderes. Ich werde es mit meiner Familie und engen Freunden feiern. Mein Großvater und meine Großmutter kommen aus Portugal in die Schweiz, seit drei Jahren konnten wir diese Zeit nicht mehr zusammen verbringen!

Cynthia hat uns ein Gedicht auf Portugiesisch geschickt, das den Weg ihrer Krankheit in Worte fasst:

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