Allogene und autologe Transplantation

Unter Blutstammzelltransplantation versteht man die Übertragung von Blutstammzellen (hämatopoietische Stammzellen) von einem Spender zu einem Empfänger. Eine Blutstammzelltransplantation kann entweder autolog oder allogen erfolgen.

Autologe Transplantation

Bei der autologen Transplantation sind Empfänger und Spender dieselbe Person. Das heisst, der Patient spendet für sich selbst. Der grosse Vorteil der autologen Transplantation von Blutstammzellen ist, dass sich Zellen und Körper vertragen und es nicht zur Transplantat-gegen-Wirt-Erkrankung kommt. Hier kann vor allem die Chemotherapie zu den verschiedenen Nebenwirkungen und Komplikationen führen. Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass mit den eigenen Blutstammzellen auch wieder kranke Zellen in den Körper gelangen. Trotzdem kann diese Therapie bei bestimmten Krankheiten erfolgreich angewandt werden.

Allogene Transplantation

Bei der allogenen Transplantation sind Spender und Empfänger verschiedene Personen. Am besten geeignet als Spender sind jene Geschwister, deren Gewebemerkmale (HLA) mit denen des Empfängers übereinstimmen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Geschwister ein geeigneter Spender ist, liegt bei etwa 20-30 Prozent. Findet sich kein geeigneter Spender in der Familie, muss in einem Register für  Blutstammzellspender nach einem Fremdspender gesucht werden.


Bild: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Geschwister ein geeigneter Spender ist, liegt bei etwa 20-30 Prozent.

 

Was ist das Ziel der allogenen Blutstammzelltransplantation?
Durch eine allogene Blutstammzelltransplantation werden die kranken Zellen des Blutsystems durch normal funktionierende Blutzellen des Spenders ersetzt. Die Blutstammzellen und Immunzellen des Spenders können zudem die eventuell noch verbliebenen kranken Zellen beim Empfänger bekämpfen.

Gewebemerkmale entscheiden
Die Gewebemerkmale (HLA-Antigene = humane Leukozytenantigene) haben bei der Blutstammzelltransplantation entscheidende Bedeutung. Für das Gelingen einer Blutstammzelltransplantation müssen bestimmte HLA-Merkmale zwischen Spender und Empfänger möglichst gut übereinstimmen. Sind die HLA-Antigene zwischen Empfänger und Spender nicht identisch, besteht die Gefahr einer Abwehrreaktion im Körper des Empfängers:

  • Die transplantierten Blutstammzellen stossen den fremden Körper ab (Transplantat-gegen-Wirt-Erkrankung/Graft-versus-Host-Erkrankung/GVHD).
  • Der Körper stösst die fremden Blutstammzellen ab.
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