BLUTSPENDE­TERMINE

Wer kann Blut spenden?

Blut spenden können grundsätzlich alle gesunden Menschen ab 18 Jahren, die über 50 kg wiegen. Bei Erstspendern liegt das maximale Alter bei 60 Jahren. Bei regelmässigen Spendern kann die obere Altersgrenze nach Rücksprache mit dem Spenderarzt überschritten werden, maximal bis zum 75. Lebensjahr.

 

Die wichtigsten Kriterien zur Blutspende:

Der Spender/die Spenderin sollte sich gesund fühlen.

Mehrfachspender im Alter von 65 bis 75 Jahren müssen in bestimmten Abständen vom Spendearzt freigegeben werden.

Das entnommene Blutvolumen muss kleiner als 13 Prozent des gesamten Blutvolumens sein. Bei einem Gewicht unter 50kg kann diese Vorgabe nicht mehr gewährleistet werden.

Bei Operationen und Geburten kann es zu Blutverlust kommen. Der Körper braucht seine gesamten Reserven, um so schnell wie möglich zu heilen.

Gewisse Verhaltensweisen bergen statistisch gesehen die Gefahr der Übertragung von gefährlichen Infektionskrankheiten. Im Interesse der Blutempfänger müssen solche Risikosituationen berücksichtigt werden. Zu Risikosituationen im Bereich des Blutspendens gehören unter anderem: 

  • Sexuelle Kontakte mit wechselnden Partnerinnen oder Partnern bzw. mit einem Partner oder einer Partnerin, die man erst seit weniger als vier Monaten kennt
  • Sexuelle Kontakte unter Männern
  • Früheres oder gegenwärtiges Spritzen von Drogen
  • Sexuelle Beziehungen zu Personen, bei denen der HIV-Test positiv ausgefallen ist oder die an Syphilis, Hepatitis B oder C erkrankt sind.

Für genauere Informationen kontaktieren Sie Ihren regionalen Blutspendedienst.

In vielen Ländern herrscht ein erhöhtes Risiko, sich mit Infektionskrankheiten wie Malaria oder dem West-Nil-Virus anzustecken. Um die Risiken einer Übertragung für Blutempfänger möglichst auszuschliessen, müssen je nach Land Wartefristen eingehalten werden.

Blut spenden nach Aufenthalt im Ausland
Nach einem Aufenthalt im Ausland muss gut geprüft werden, ob und wenn ja zu welchem Zeitpunkt eine Blutspende möglich ist. In vielen Ländern treten tropische Erreger auf, mit denen allenfalls auch Reisende in Kontakt kommen. Um die höchstmögliche Sicherheit der Blutpräparate zu garantieren, müssen mögliche Krankheitserreger in die Rückweisekriterien einbezogen werden. Konkret bedeutet dies je nach Land und Risikosituation den Ausschluss von der Blutspende für eine bestimmte Dauer.
Eine Ansteckung kann symptomlos ablaufen und zwei bis drei Wochen nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet im Blut unerkannt bleiben – und trotzdem würde bei einer Blutspende ein Erreger auf den Empfänger der betreffenden Bluttransfusion übertragen werden. Dies kann unter Umständen zu lebensbedrohlichen Situationen für den Empfänger führen.

Klimaerwärmung hat Einfluss
Vermutlich aufgrund der Klimaerwärmung wurde in den letzten Jahren in Europa während der Sommermonate ein verstärktes Auftreten von tropischen Krankheitserregern festgestellt. Dazu gehören unter anderem das West-Nil-Virus, Malaria, Dengue, Chikungunya oder Chagas. Diese kommen inzwischen je nach Jahreszeit auch in gemässigten Klimazonen vor.

Saisonale Veränderungen der Risikogebiete
Einzelne Länder oder Regionen können kurzfristig zu Risikogebieten erklärt werden, die nicht aufgeführt sind. Deshalb führen die regionalen Blutspendedienste tagesaktuelle Listen. Erkundigen Sie sich doch vor Ihrer nächsten Blutspende beim Blutspendedienst Ihrer Region über mögliche zusätzliche Rückweisekriterien aufgrund von Infektionskrankheiten.
» Regionale Blutspendedienste

Bei Tätowierungen oder Piercings treten kleine Verletzungen auf. Diese können Eingangspforten für Bakterien und Viren sein. Damit eine Entzündung oder eine Infektion ausgeschlossen werden kann, gilt eine Wartefrist von vier Monaten.

Das Vereinigte Königreich umfasst England, Wales, Schottland, Nordirland, Isle of Man, Kanalinseln, Falklandinseln und Gibraltar. Der Grund für dieses Kriterium basiert auf der vCJD-Krankheit (Variante Creutzfeldt-Jakob-Krankheit). Mehrere Fälle dieser Krankheit traten seit 1980 in Grossbritannien und Nordirland auf. Da eine Übertragung via Blut nicht ausgeschlossen werden kann, musste die Blutspende SRK Schweiz diesen vorsorglichen Ausschluss vornehmen.

Der Grund für dieses Kriterium basiert auf der vCJD-Krankheit (Variante Creutzfeldt-Jakob-Krankheit). Mehrere Fälle dieser Krankheit traten seit 1980 in Grossbritannien und Nordirland auf. Da eine Übertragung via Blut nicht ausgeschlossen werden kann, musste die Blutspende SRK Schweiz diesen vorsorglichen Ausschluss vornehmen.

Detailliertere Informationen liefern Ihnen die Muster des Fragebogens und Informationsblattes. Haben Sie Fragen oder sind Sie unsicher, ob Sie die Spendekriterien erfüllen, so wenden Sie sich an Ihren regionalen Blutspendedienst.

 

www.sqs.ch www.zewo.ch
 
SPENDE BLUT – RETTE LEBEN