Die Geschichte meines Engagements

24.01.2018 Blogbeitrag von: Jennifer Schneider 1 Kommentare

Mein Name ist Jennifer Schneider, ich bin diplomierte Pflegefachfrau, 41 Jahre alt, verheiratet und habe 2 Kinder. Ich erzähle euch hier die Geschichte über mein Engagement.

 


Foto: Mein Sohn Tim und ich an einem Informationsstand, den ich mit Hilfe der Familie meiner Cousine aufgebaut habe.

 

Ich kann mich noch daran erinnern, als wäre es gestern gewesen. Am 1. April 2015 bekam ich die Nachricht, dass meine einzige Cousine im Spital liegt und die Diagnose Leukämie erhalten hat.
„Was für ein makaberer Scherz“, dachte ich zuerst. Leider war es kein Scherz.
Sofort kontaktierte ich meine Cousine und fragte sie, wie ich ihr helfen könne. Ihre Antwort war eindeutig." Lass dich als Blutstammzellspender registrieren".
„Na klar, wieso habe ich das nicht schon längst getan? Musste mich wirklich persönlich erst ein solches Schicksal treffen?“, dachte ich mir. 
Meine Schwester und ich liessen uns darauf sofort registrieren. Dies genügte mir aber nicht. Ich forderte Infobroschüren an um die Mitarbeiter des Spitals, in dem ich arbeite, zu motivieren, sich ebenfalls zu registrieren.

Am 7. August 2015 bekam meine Cousine eine Blutstammzellspende. Mir war klar, dass noch viele weitere auf eine solche Chance warten, deshalb machte ich mit meinem Engagement weiter. Am 15. August organisierte ich an einem Fest im Nachbarsdorf unseren eigenen „Tag der Tat“. Mit der Unterstützung der Familie meiner Cousine bauten wir einen Infostand auf. Ich bedruckte sogar T-Shirts mit der Aufschrift „Gemeinsam gegen Leukämie“. Das Feedback an diesem Tag war leider nicht so gross wie erhofft, da das Publikum auch eher älter war.

Nicht aufgeben, Jenny!“, sagte ich mir dann. Also verteilte ich Broschüren bei vielen anderen Gelegenheiten: einer Musikgesellschaft, bei einem Pontonierverein, bei einem grossen Turnverein und bei den Lehrkräften unserer Schule. Ebenso machte ich in meinem Freundeskreis Werbung. Und ich nutzte auch das Portal Facebook um Menschen zu motivieren, sich registrieren zu lassen.

Ich weiss nicht, wie viele Personen sich durch mein Engagement registrieren liessen. Aber ich bin froh, wenn es nur eine Person war, die die Chance wahrgenommen hat, ein Lebensretter zu werden." 

Meiner Cousine geht es gut, auch wenn es nicht einfach ist und sie immer wieder mal Rückschläge einstecken muss. Sie hat die Chance bekommen, ihren Sohn aufwachsen zu sehen.

Vielleicht darf auch ich eines Tages jemandem mittels einer Blutstammzellspende eine 2. Chance geben.

Jennifer Schneider

  

KOMMENTARE ZUM BEITRAG

Francine Carriot 02.02.2018, 13:31 Uhr

Liebe Jenny, ich finde dein Angagement bewundernswert, BRAVO. Ich habe vor Jahren einen ähnlichen Fall erlebt wie du. Meldete mich gleich für die Blutstammzellenspende an. Leider wurde ich abgewiesen, da ich eine chronische Krankheit habe. Ich hoffe jedoch, dir gelingt es, noch viele Leute zum Spenden zu motivieren.

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