Eine sinnstiftende, erfüllende Aufgabe

29.09.2015 Blogbeitrag von: Monika Marbacher

Seit einiger Zeit bin ich Leiterin des Donor Centers bei SBSC (Bereich Blutstammzellen bei Blutspende SRK Schweiz). Im Donor Center stehen wir – wie der Name schon sagt – mit Menschen in Kontakt, die in der Schweiz als Blutstammzellspender registriert sind oder sich registrieren möchten. Aber auch mit Patienten und Angehörigen tauschen wir uns aus. SBSC sucht und vermittelt passende Blutstammzellspender an Patienten im In- und Ausland. Für Personen mit einer bösartigen Blutkrankheit wie Leukämie ist die Transplantation von Blutstammzellen oft die einzige Chance auf Heilung. Ich empfinde es als sinnstiftend und erfüllend, mich beruflich für das Leben anderer Menschen zu engagieren.

Hier registriere ich eine neue Blutstammzellspenderin.

 

Mit unserer Arbeit setzen wir ein Zeichen gegen Leukämie. Dafür braucht es natürlich ein ganzes Team. Durch unseren Einsatz, sei es an Informationsveranstaltungen oder Registrierungsaktionen, geben wir dem Spenderzentrum von SBSC ein Gesicht in der Öffentlichkeit. Erkrankten Personen und deren Angehörigen vermitteln wir Hoffnung auf einen passenden Spender. Dazu arbeiten wir eng mit den Bereichen Marketing und Fundraising zusammen. Denn jede neue Registrierung ist für unsere Organisation mit Kosten verbunden, für die wir auf Spendengelder angewiesen sind. Meine Aufgabe ist es dafür zu sorgen, dass unsere Abläufe effizient und gut funktionieren, damit die Spendengelder optimal eingesetzt werden.

Ein weiterer zentraler Punkt meiner Arbeit ist das Durchführen von Registrierungsaktionen. Bei Aktionen, die von Initiativen im Umfeld einer erkrankten Person ausgehen (z.B. am 30. Juni 2015 im Nidwaldner Kantonsspital in Stans), berührt es mich immer speziell, wie viele Menschen sich registrieren lassen. Die Solidarität und die Bereitschaft der Leute, die dort hinkommen sind immer wieder sehr eindrücklich. Sie tun dies freiwillig und unentgeltlich, um kranken Mitmenschen zu helfen, die sie nicht mal persönlich kennen.

Es gibt auch Situationen, die viel Feingefühl verlangen. Dazu gehört der Umgang mit Personen, welche sich registrieren lassen wollen, weil jemand in ihrem Umfeld erkrankt ist. Denn da sind oft grosse Emotionen mit im Spiel: Bei grossen Hoffnungen besteht immer auch die Gefahr grosser Enttäuschungen. Diesen Menschen zu erklären, dass es einige Wochen dauert, bis ihre Gewebemerkmale analysiert und in der Datenbank erfasst sind, oder dass sie sich nicht bloss für einen speziellen Patienten registrieren können, ist herausfordernd.

Ich hoffe, dass durch unsere Arbeit immer mehr Menschen in der Schweiz darauf aufmerksam werden, dass sie sich als Blutstammzellspender registrieren lassen können. Es ist schwierig, für einen Patienten einen passenden Spender zu finden. Vieles muss stimmen (Gewebemerkmale, HLA). Jeder vermittelte Spender ist für uns ein Erfolg.

 

 

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SPENDE BLUT – RETTE LEBEN