«Es gab noch nie einen Unfall»

07.08.2019

Was steckt hinter der Organisation eines Mega-Blutspende-Events mit über 400 Spenderinnen und Spendern mitten auf dem Glaubenberg Pass? Um mehr über dieses besondere Ereignis zu erfahren, haben wir Fritz Maurer, ehemaliger Leiter der mobilen Blutspende-Equipen der Interregionalen Blutspende SRK, einige Fragen gestellt.



Jeden Frühsommer findet auf dem Glaubenberg Pass eine grosse Blutspendeaktion für Biker und Motorradfans statt. An der 36. Ausgabe Ende Juni 2019 kamen über 400 Spenderinnen und Spender. Neun Jahre lang war Fritz Maurer als ehemaliger Leiter mobile Equipen der Interregionalen Blutspende SRK an der Organisation beteiligt. Dieses Jahr war sein letzter Glaubenberg-Event, bevor er in Pension ging.

Wie lange dauert es, eine solche Blutspendeaktion auf die Beine zu stellen?

Die Organisation beginnt mit der Festlegung des Datums für das nächste Jahr, das passiert ca. 15 Monate im Voraus. Die ersten Kontaktaufnahmen unserer Kommunikationsabteilung mit unseren Partnern und Ausstellern starten im November, etwa 8 Monate vor der Aktion. Danach folgen die Organisation und das Sicherstellen der benötigten Materialien, Offerten bei Zeltbauern einholen, Personaleinteilen, Koordinationsgespräche mit dem Wirt im Langis etc.

Dürfen die Biker nach der Spende überhaupt noch Töff fahren? Ist das nicht gefährlich?

Um diese Gefahr zu eliminieren geben wir den Spendern einen Verpflegungsbon ab, damit sie in Ruhe etwas zu sich nehmen. Zusätzlich ist der Sinn hinter dem kleinen Rahmenprogramm, die Spender auf dem Platz noch eine halbe Stunde zu unterhalten, damit sie sich gut erholen. Nach all diesen Jahren gab es noch keinen Unfall, der auf das Blutspenden zurückzuführen war.

Die Aktion hat dieses Jahr zum 36. Mal stattgefunden. Hat sich die Veranstaltung im Laufe der Zeit verändert?
Man kann sagen, dass früher ein Fest mit Blutspenden stattfand; mit Live Musik, Bullriding etc… Langjährige Glaubenberg Spender und auch Mitarbeiterinnen erinnern sich gerne an die Anfänge.
Heute steht die Blutspende im Vordergrund mit einem kleinen Rahmenprogramm und diversen Ausstellern.


Grosse Solidarität an der Blutspendeaktion auf dem Glaubenberg mit über 400 Spenderinnen und Spendern.

Was ist das Besondere an dieser mobilen Aktion?

Das Besondere ist halt das nicht planbare Wetter, das uns auch schon einige Überraschungen geboten hat. Zum Beispiel hat es einmal während des Zeltaufbaus Ende Juni geschneit.

Was bleibt Ihnen über die Blutspendeaktion Glaubenberg in Erinnerung?

Eine treue Spenderin kommt jedes Jahr mit ihrem Hund zum Spenden. In der Regel sehe ich sie schon bei der Anfahrt hinten auf dem Motorrad ihres Partners. Der Hund begleitet sie während des ganzen Spendeprozesses auf Schritt und Tritt.

 

Wir wünschen Fritz Maurer alles Gute für die Zukunft und freuen uns auf die nächste Aktion am Glaubenberg vom 27.-28.Juni 2020.

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